Im Kessel nah bei der Bache fühlen sich die Frösche wohl.

Neues vom Schwarzwild

Während sich die hiesigen Forschungsbemühungen zum Schwarzwild meist auf den Themenbereich „Wildschadensvermeidung“ konzentrieren, gibt es zahlreiche internationale Forschungsteams, die das viel diskutierte Wild in allen Facetten beleuchten. Die HALALI-Wildbiologin Johanna Maria Arnold bringt Sie auf den neuesten Stand der Wissenschaft.

Das Wildschwein (Sus scrofa) konnte sein Verbreitungsgebiet in Deutschland, wie in ganz Europa, in den vergangenen Jahren stark ausweiten. Mittlerweile kommt es (autochthon oder angesiedelt) auf allen Kontinenten vor (Barrios-Garcia & Ballari 2012).

 

Jagdstreckenanalysen im Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD) haben gezeigt, dass es in Deutschland nur noch in wenigen Landkreisen im Ruhrgebiet Verbreitungslücken gibt. Vor allem der Klimawandel trug zur Ausbreitung der anpassungsfähigen Art bei (s. HALALI 03/2011). Das Wildschwein ist eine generalistische Art; es besiedelt eine große Vielfalt an Lebensräumen und zeigt sich hinsichtlich seines Raum-Zeit-Verhaltens divers. Dabei ist es nicht zuletzt in seinen sozialen Strukturen sowie Verhaltensweisen äußerst variabel.

 

Nicht alle begrüßen die Ausbreitung und den Populationsanstieg dieser faszinierenden Wildart. „Schwarzwildbekämpfung“ und „Wildschadensvermeidung“ sind in aller Munde. Dabei besitzt das Schwarzwild mehr Aspekte, die einen näheren Blick wert sind: z. B. eine komplexe soziale Struktur mit Ritualen und starken Banden sowie eine beachtliche Rolle in ökosystemaren Abläufen. Geforscht wird an Mensch-Tier-Interaktionen, Verhaltensweisen, Ökologie und Biologie, aber auch an Gesundheitsaspekten, Mensch und Tier betreffend.

 

Im Folgenden sollen Einblicke in einige Bereiche der aktuellen Wildschweinforschung gegeben werden. Einblicke, die unser Schwarzwild in manchen Punkten in einem neuen Licht erscheinen lassen.

 

| Text: Johanna Maria Arnold || Fotos: K. H. Volkmar | Helge Schulz | iStockphoto.com | Horst Jegen | Florian Möllers/naturepl.com | Jan Piecha |

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 03/2016.

  • sauen_1
  • sauen_10
  • sauen_2
  • sauen_3
  • sauen_4
  • sauen_5
  • sauen_6
  • sauen_7
  • sauen_8
  • sauen_9

Simple Image Gallery Extended