Sympathisch im Wesen und Aussehen: Der Beagle ist ausgesprochen kinderfreundlich und ein beliebter Familienhund.

Der Beagle bewegt

Beagles empfehlen sich durch ihre feine Nase, den sicheren Spur- und Fährtenlaut sowie ihre ausgesprochene Beharrlichkeit als vielseitige Jagdhunde. Besonders wohl fühlen sie sich bei der Meutejagd.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Hunderassen darf sich der Beagle eines weltberühmten Vertreters rühmen – Snoopy. Der Comic-Star aus Charles M. Schulz’ „Peanuts“ hat aber eigentlich wenig mit einem Beagle gemein: Snoopy ist ein bisschen rundlich, sein Fell weiß, die Ohren sind dünn und lang, und er liegt am liebsten auf dem Dach seiner Hundehütte, um zu philosophieren oder zu schlafen. „Born to sleep“ ist Snoopys Lebensdevise.

 

Das würde einem echten Beagle, der sich unter anderem durch seinen starken Bewegungsdrang und sein unerschrockenes, freundliches Wesen auszeichnet, kaum einfallen. Allerdings sind die Hunde, genau wie der sympathische Cartoon-Vierbeiner, äußerst kinderfreundlich und somit ideal als Familienhunde geeignet.

 

Zur Bedeutung des Wortes „Beagle“ gibt es mehrere Theorien. Möglich wäre der französische Begriff „begueule“, was „geöffnete Kehle“ oder „lautes Maul“ bedeutet. Denn ursprünglich stammt der Beagle wahrscheinlich aus der Normandie in Frankreich. Dabei handelte es sich um weiße, schlanke Hunde, die bereits seit dem 9. Jahrhundert von Mönchen in den Ardennen gezüchtet wurden (Ardennenbracke bzw. Chien St. Hubert). Sie waren schnell, fährtensicher und stießen schrille Spurlaute aus.

 

Im 11. Jahrhundert entdeckten William the Conqueror und seine Truppen die Hundeart und brachten sie mit nach England. 300 Jahre später, im Hundertjährigen Krieg, fanden die Engländer in Frankreich erneut eine Hunderasse vor, die sie noch nicht kannten. Es waren gescheckte, mittelgroße Hunde mit sehr feinen Nasen und großer Jagdleidenschaft.

 

Aus diesen beiden Hunderassen, auch Northern bzw. Southern Hounds genannt, ging letztendlich der Beagle hervor. Die Beagles wurden bereits im 16. Jahrhundert, zur Zeit Henry VIII., in den königlichen Kassenbüchern erwähnt. Allerdings meinten die Dokumente den „little Beagle“, der so klein ist, dass er bequem sogar in eine Satteltasche passt. Erst rund 300 Jahre später wurde der Beagle, wie wir ihn heute kennen, vom britischen Kennel Club anerkannt und gilt seitdem als eigenständige Rasse.

 

| Text: Annette Feldmann || Fotos: Julia Kauer |

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 03/2016.

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