Zoran freut sich mit mir über meinen Jagderfolg.

Von Varazdin nach Bjelovar

Dass Kroatien mehr als nur Jagdglück verspricht, erfuhren die beiden HALALI-Redakteure Mark Dautzenberg und Oliver Dorn bereits auf ihrer ersten Reise ins sonnige Slawonien. Diesmal erkundeten sie auf einer Bockjagd den gastlichen Norden des Landes.

Wie immer funktioniert die Waffeneinfuhr am Flughafen von Zagreb reibungslos. Der Mietwagen ist rasch organisiert, das Navi flugs programmiert, und Gepäck und Redaktionsteam sind schnell im Kombi untergebracht. Und schon rollen wir los nach Varazdin. Genauer gesagt, nach Zelendvor, eines der ältesten Niederwildreviere Kroatiens in Privatbesitz. 1870 vom Adelsgeschlecht Bombelles gegründet, befindet sich das 8 500 Hektar große Feld-Wald-Revier nach wechselvoller Geschichte heute in privater Unternehmerhand. Herzstück des Betriebs sind das alte Jagdhaus mit zahlreichen Gästezimmern und ein Restaurant, in dem, typisch kroatisch, gut und reichhaltig gekocht wird. Eine große Fasanenvoliere inmitten der Anlage gibt Zeugnis von der Hauptwildart des Reviers. Und auch der hauseigene Parcoursplatz ist dieser Hauptjagdart geschuldet. Doch wir sind eingeladen, auf Rehwild zu jagen.

 

Es ist später Mai und die Vegetation schon weit fortgeschritten. Als wir auf das Gelände von Zelendvor einfahren, regnet es. Zoran Kosir, der Besitzer, begrüßt uns zunächst auf Englisch und dann auf Kroatisch – mit einem Willkommensschnaps. Viel Zeit lässt er uns nicht mit dem Auspacken, er möchte uns gleich zum Hochsitz bringen. Zoran hat das Revier frisch übernommen und will die hier traditionelle Jagd mit der Flinte um Rehwildjagd, Jagdhundeausbildung und Falkenjagd erweitern. Mark und ich können je einen Bock erlegen – welche Stärke, lässt Zoran offen.

 

Zoran begleitet uns zum Hochsitz und erwähnt beim Abschied zwei Böcke, die dort ihre Einstände hätten: einen sehr guten Sechser, der hoch auf hat, und einen schwächeren Gabler, der immer noch vollständigen Bast trägt. Beide gibt er frei.

 

Wir sitzen: Philipp mit der Kamera unter mir, mein Freund Mark einige Hundert Meter weiter auf einer zweiten Kanzel. Wir haben Sichtkontakt, Philipp und ich können uns verständigen. Die Kanzel ist nicht hoch, etwas in die Jahre gekommen, erfüllt aber ihren Zweck. Der Platz ist gut. Links von mir sowie im rechten Winkel etwas weiter entfernt steht Wald. Rechts liegen einige kleine Felder mit zartem Grün.

 

Der Regen tropft schwer auf das Kanzeldach, und der Abend naht bereits, als sich die ersten Rehe blicken lassen. 350 Meter rechnet der Entfernungsmesser. Doch die Stücke bewegen sich in unsere Richtung. Eine lang gezogene Buschreihe trennt zwei Felder voneinander. Auch dort entdecke ich Rehwild.

 

| Text: Oliver Dorn || Fotos: Mark Dautzenberg | iStockphoto.com |

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 02/2017.

  • kroatien_1
  • kroatien_10
  • kroatien_11
  • kroatien_12
  • kroatien_13
  • kroatien_14
  • kroatien_15
  • kroatien_2
  • kroatien_3
  • kroatien_4
  • kroatien_5
  • kroatien_6
  • kroatien_7
  • kroatien_8
  • kroatien_9

Simple Image Gallery Extended