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Dobra Kob!

Für eine Jagdreise nach Kroatien gibt es stets gute Gründe. Drei davon sind: Natur, Wild und Freundschaft. Das erfuhr HALALI-Redakteur Oliver Dorn im Januar 2018 aufs Neue, als er einer Einladung des Jagdreiseveranstalters Forst Eibenstein folgte.

Warum zieht es uns deutsche Jäger überhaupt ins Ausland? Diese Frage stellen mir Nichtjäger häufig. Ich verlasse die heimischen Gefilde nicht, um meine Gastgeber bei den dringend erforderlichen Abschüssen vor Ort zu unterstützen. Auch nicht, um die ASP, die Afrikanische Schweinepest, von unseren Grenzen fernzuhalten. Nein, ich reise ins Ausland, um andere Jagdkulturen kennenzulernen, um ein wenig von der mir fremden Sprache aufzuschnappen, um mit gleichgesinnten Menschen in deren Heimat auf die Jagd zu gehen. Und nicht zuletzt, um bei der Heimkehr das eigene heimische Revier umso mehr schätzen zu lernen.

 

Von allen Ländern, die ich bisher bereiste, ist mir Kroatien eines der liebsten. Sie werden sich jetzt sicher fragen, weshalb. Vor allem wegen der Menschen dort. Natürlich bin ich auch in Kroatien zunächst ein zahlender Gast. Aber sobald die kroatischen Jäger merken, dass du nicht anders jagst, lachst und (nach der Jagd) trinkst als sie selbst, nehmen sie dich in ihre Gemeinschaft auf. Das beginnt schon direkt damit, dass ALLE teilnehmenden Jägerinnen, Jäger, Treiber und Hundeführer mit Handschlag begrüßt werden, setzt sich mit dem gemeinsamen Bergen des erlegten Wildes fort und reicht bis zum Streckenplatz und zum Schüsseltreiben mit dem Austausch von Erlebnissen oder dem gemeinsamen Singen am Feuer.

 

Und so war es auch wieder, als mich im Januar 2018 der Jagdreiseveranstalter Forst Eibenstein zu zwei Drückjagdtagen nach Kroatien einlud.

 

Der erste Teil der Reise begann am neu erbauten Flughafen in Zagreb. Nach der professionellen und unproblematischen Abwicklung der Waffeneinfuhr wurden unser Fotograf Henry Linder und ich sowie die weiteren Jagdgäste von einem Mitarbeiter des Veranstalters abgeholt und zum Revier Trakosˇc´an nahe der Gemeinde Bednja in der Gespanschaft Varazˇdin gefahren.

 

Das 2 000 Hektar große Revier liegt nicht weit von der slowenischen Grenze. Dort bietet die Firma Forst Eibenstein neben Jagden auch Hundeausbildung an. Geprägt wird das Anwesen vom altehrwürdigen Schloss Trakosˇc´an, dem ehemaligen Stammsitz der Adelsfamilie Drasˇkovic´. Das Schloss ist heute ein staatliches Museum und ein beliebter Ausflugsort. Gäste des Reviers oder Besucher des Schlosses können zwischen dem erst vor Kurzem errichteten gleichnamigen Hotel vor Ort und einem rustikalen Jagdhaus für Gruppen bis zu zehn Personen wählen. Die Jagdgäste dieser Reise waren an beiden Orten untergebracht, um möglichst vielfältige Eindrücke gewinnen zu können.

 

Nach einer abendlichen Vorstellungsrunde mit anschließendem Sauenansitz im nahen Revier gab es im Hotel ein gemeinsames Abendessen. Weil es frühmorgens mit den Fahrzeugen zur Drückjagd nach Kutina an die bosnische Grenze gehen sollte, dauerte der erste Abend nicht allzu lange. Kutina ist eine Stadt in Mittelkroatien und gehört zur Gespanschaft Sisak-Moslavina. Sie grenzt an weitläufige Waldgebiete, die bekannt sind für hohe Schwarzwildbestände. Das Revier, in dem an diesem Tag gejagt werden soll, ist von einem für Kroatien typischen Jagdverein gepachtet und umfasst 8 000 Hektar. Da die Wildschäden, wie mir später mitgeteilt wurde, in dem Revier recht hoch sind, ist eine Zusatzeinnahme durch ausländische Jäger eine willkommene Entlastung. Die Fahrt dorthin führt zurück nach Zagreb, von dort aus fahren wir weitere anderthalb Stunden bis zur bosnischen Grenze.

 

| Fotos: Henry M. Linder |

 

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 04/2018.

 

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