Die hohen Abschussgebühren für einen Büffel fließen direkt in die Kasse zum Schutz und Erhalt der Nashörner.

Der Büffel ist tot, es lebe das Nashorn!

HALALI-Redakteur Simon Barr schildert eine spektakuläre Jagdreise im südafrikanischen Klaserie-Reservat. Doch den Traum eines Büffelabschusses erfüllte sich unser Autor erst, als er sicher sein konnte, damit einen Beitrag zum Erhalt der afrikanischen Nashörner zu leisten.



Als ich meine Jagdreise auf eine der „Big Five“-Wildarten buchte, konnte ich nicht ahnen, dass nur wenige Monate zuvor auch ein Zahnarzt aus Minnesota eine Reise nach Afrika angetreten hatte. Was sich auch immer auf Walter Palmers skandalöser Löwenjagd ereignet hatte, es hat die öffentliche Meinung zur Großwildjagd nachhaltig verändert, wahrscheinlich für immer.

 

Palmers Sensationsstory verursachte große Empörung, die darauf folgende Verurteilung fand im digitalen Gerichtssaal der sozialen Medien statt, den Todesstoß führten die internationalen Publikumsmedien aus.

 

Gemeinsam mit Walter Palmer am Pranger stand die gesamte Jägerschaft. Und auch die Trophäenjagd wurde als kollektives Synonym für abstoßenden Tiermord schuldig gesprochen. Da stellt sich die berechtigte Frage, ob ein bekennender Trophäenjäger wie ich nachts noch ruhig schlafen kann. Ich möchte deshalb die Geschichte meiner ersten Kapbüffeljagd erzählen und es anschließend meinen Lesern überlassen, ihr Urteil über meine Jagdreise nach Afrika zu fällen.

 

Begegnung mit Kevin Robertson
Meine Büffelgeschichte beginnt jedoch nicht in Afrika, sondern schon vier Jahren zuvor auf der „Safari Club Convention“ in Dallas, Texas. Dort bekam ich endlich Gelegenheit, einen meiner bewunderten Jagdhelden persönlich kennenzulernen, nämlich Kevin „Doctari“ Robertson.

 

„Der Doktor“, wie er allgemein genannt wird, ist Autor mehrerer Bücher über die Jagd auf afrikanisches Wild. Der Bestseller „The Perfect Shot“ ist seine bekannteste Veröffentlichung. Als qualifizierter Tierarzt und lizenzierter Berufsjäger in Simbabwe greift er in seinem Buch auf einen großen Erfahrungsschatz und eindrucksvolles Wissen zurück. Das Werk enthält präzise Beschreibungen hinsichtlich Biologie, Ökologie und der Trophäenbewertung fast jeder afrikanischen Wildart.

 

Darüber hinaus versammelt das Buch eine Fülle von Wildtierfotografien, die Robertsons Frau Catherine im Laufe der Jahre aufnahm. Jedes Bild ist versehen mit einem anatomischen Diagramm der lebenswichtigen Organe und des Skeletts des Wildes, ähnlich wie ein Röntgenbild. Da die Organe bei jeder Wildart etwas anders liegen, lernt der Jäger durch dieses Buch den Treffpunkt präzise zu bestimmen, um das Wild mit einem waidgerechten Schuss zu erlegen. Mit dem perfekten Schuss eben.

 

| Text: Simon K Barr || Fotos: Tweed Media |


Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 02/2016.

 

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