Buen Provecho! Asado – eine argentinische Orgie für alle Carnívoros

Alles, nur nicht spiessig!

Wildschwein ist wunderbar vielfältig. In der klassischen Variante überzeugt es als pikanter Spieß oder ganz einfach als saftiges Nackensteak. Die Zubereitung eines Pulled Pork Burgers oder eines Wildschwein-Asados braucht etwas mehr Zeit, doch der fantastische Geschmack lohnt den Aufwand auf jeden Fall. Wir zeigen, wie es geht.

Asado

Ein Asado ist kein simples Grillfest: Es ist quasireligiöse Tradition in Argentinien und Paraguay, unvegetarische Orgie und Fiesta für Carnívoros. Die Vorbereitung braucht schon etwas länger, vier bis fünf Stunden sollten Sie mindestens einkalkulieren.

So geht’s:
Den Frischling, maximal 15 kg schwer (und natürlich gut abgehangen), abschwarten und den Kopf abtrennen. Legen Sie ihn mit dem Rücken auf das Asado-Kreuz, und schlagen Sie mit einer Axt entlang der Wirbelsäule die Rippen ab, damit das ganze Stück flach liegt. Fixieren Sie die Beine mit Draht fest an den Querstreben, und befestigen Sie zwei oder drei zusätzliche Drähte um die Wirbelsäule an der Stange, damit das Fleisch später nicht zusammenfällt. Reiben Sie das Fleisch mit grobem Meersalz ein. Verwenden Sie für das Feuer armdicke Scheite aus trockenem Hartholz, und achten Sie darauf, das Fleisch in der Strahlungshitze und nicht im Rauch oder in den Flammen zu garen. Prüfen Sie mit dem Fleischthermometer die Kerntemperatur – sie sollte bei Schweinefleisch mindestens bei 75 °C liegen. Grillen Sie den Frischling zunächst mit den Rippen zum Feuer. Auf diese Weise erhalten die Keulen als dickste Stücke die größte Hitze. Nach zwei Stunden weiterdrehen, um Schulter und Nacken (eine Stunde) und die Rückseite (eine Stunde) durchzugaren. Pinseln Sie das Fleisch zwischendurch mit Olivenöl ein, um ein Austrocknen zu vermeiden. Heben Sie das Asado-Fleisch zu zweit (und natürlich mit Handschuhen) vom Feuer, und legen Sie es auf einen großen Tisch. Brechen Sie die Keulen heraus, und servieren Sie mit Gabel und Messer große Scheiben. Das Fleisch ist zart, perfekt gewürzt und schmeckt pur am besten.

 

Nackensteaks

Reine Männersache? Wirklich? Marinierte Nackensteaks vom Wildschwein schmecken der ganzen Familie. Sie werden kurz mit direkter Hitze scharf angegrillt und dann indirekt je nach Größe eine längere Zeit bei niedrigerer Temperatur gegart.

So geht’s:
Pfeffer und Salz reichen vollkommen, um den zarten Wildschweingeschmack zu unterstreichen. Wer auf eine Mari-nade nicht verzichten möchte, legt das Fleisch etwa drei Stunden vor dem Grillen in einer Mischung aus folgenden Zutaten ein:

1 Zwiebel | 2 Knoblauchzehen | 100 ml Weißwein | 1 EL Paprikapulver | je 1 TL Cayennepfeffer, grobes Meersalz, Zitronensaft | 2 EL Olivenöl | 1 Prise schwarzer Pfeffer

 

| Foodstylistin: Petra Wegler || Fotos: Herf + Braun Fotografen |

 

Alle leckeren Rezepte finden Sie in der Ausgabe 03/2016.

  • grillen_1
  • grillen_2
  • grillen_3
  • grillen_4
  • grillen_5
  • grillen_6

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