Weißwedelhirsch, wo bist du?

Weißwedelhirsch, wo bist du?

Drei Monate verbringen der 23-jährige Jannick Böhnke und sein bester Freund Tarek im winterlichen Finnland. Zeit genug, um zu lernen, der Kälte zu trotzen. Aber zu knapp bemessen, um sich einen hehren Jagdwunsch zu erfüllen.

Unsere Fahrt in den hohen Norden beginnt Anfang November in Hamburg. Unser Ziel befindet sich gute 1 500 Kilometer entfernt – es ist die Region der südfinnischen Gemeinde Raseborg, wohin uns unsere finnischen Freunde Anttu, Thomas und Janne eingeladen haben. Dort liegt das idyllische Dorf Fiskars, das weit über die Gegend hinaus für seine hervor-ragenden Axt- und Messerschmieden bekannt ist.

Kleine Fische im großen See

Zuerst machen wir das, was man im Land der 1 000 Seen besonders gut machen kann: angeln. Das pechschwarze Wasser wirkt alles andere als vertrauenswürdig, doch letztendlich zog es uns immer weiter hinaus. Anttu erzählte uns von großen Hechten und spannenden Stunden, die er an gleicher Stelle verbrachte. Das weckte nicht nur unser Interesse, sondern forderte uns förmlich heraus.

In dieser malerischen Landschaft, die vom Kanu einen ganz anderen Blickwinkel offenbart, träumten wir vor uns hin. Schnell war die Angelrute ausgeworfen und wir versuchten es an vielversprechend aussehenden Ecken und Kanten des Ufers auf einen Hecht. Petri Heil sieht anders aus. Nach unzähligen Malen Einholen des Blinkers zupften wir häufiger diverses Kraut aus dem Haken, als dass wir einen Fisch daran hatten. Aus dem Hecht wurde letztlich nur ein Barsch. Noch ein kleiner dazu, der heute mit Sicherheit noch immer seine Bahnen ziehen wird.

Die Drückjagdböcke der Deutschen

Jedes Jahr aufs Neue besuchen uns die Finnen im heimischen Revier und schwärmen auf ihre eigene Art von unseren Jagdeinrichtungen. Grund genug für uns, ihnen etwas zurückzugeben. Marode, von Moos überzogen und teils nicht mehr sicher, präsentierten sich uns die Drückjagdböcke in Finnland eher schlecht als recht. Da müssen neue her! Als Zimmermann ist Holz Liebe und Leidenschaft zugleich für mich. Mit den neuen Jagdeinrichtungen haben wir > uns selbst eine Aufgabe auferlegt, die uns Spaß und anderen Freude zugleich bereitet. Eine kleine Skizze des Modells, Abmessungen und Längen der Bauteile, und wenig später stoppte die Kappsäge lediglich während der Frühstückspause. Die Materialliste war schnell abgearbeitet, und etliche Hundert Meter Holz waren zersägt. Nach ein paar Tagen Arbeit standen 15 neue und schiere Drückjagdböcke zur Verfügung. Die Freude über unser hölzernes Geschenk spiegelte sich in den Gesichtern von Thomas, Janne und Anttu wider.

 

| Fotos: Jannick Böhnke | iStockphoto.com |

 

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 04/2017.
 

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