Michael Back entfernt Luchshaare vom Lockstock.

„Das Luchs-Projekt ist auch ein Jäger-Projekt“

Im Winter 2015/16 kehren die ersten Luchse in den Pfälzerwald zurück. Das Auswilderungsprojekt der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) stützt sich auch auf jagdliches Fachwissen. Schweißhundeführer und Jäger Michael Back engagiert sich für die von der EU geförderte Luchsinitiative.

Sonnenlicht durchdringt das smaragdgrüne Blätterdach des Pfälzerwaldes. Knapp über dem Waldboden schwebt der Fang des Hannoverschen Schweißhundes Bodo. Er hat die Fährte aufgenommen. Konzentriert folgt er der flüchtigen Duftspur, der leuchtend rote Schweißriemen schleift hinter ihm über das am Boden liegende Laub. Doch sucht er nicht nach krankgeschossenem Rot- oder Schwarzwild – Bodo ist auf einer Luchsfährte. In diesem Fall handelt es sich um eine Übungsfährte, die SNU-Mitarbeiter Michael Back in seinem Revier zwischen Trippstadt und Mölschbach gelegt hat.

 

Back ist beim Luchs-Projekt der jagdliche Ansprechpartner der Stiftung und trainiert seine Hunde – neben Bodo auch den Drahthaar-Foxterrier Emil –, Fährten und Markierungen von Luchsen zu finden. „Die zwanzig Luchse, die wir in den kommenden fünf Jahren auswildern werden, sind zwar besendert, doch manchmal kann die Technik versagen“, erklärt er das besondere Training seiner Hunde.

 

„Auch der Tierschutzgedanke spielt eine Rolle, denn sollten wir einen verletzten oder kranken Luchs suchen müssen, stehen uns speziell ausgebildete Hunde zur Verfügung.“

 

Trotz der schwierigen Bedingungen hat sich Bodo an der Fährte „festgesaugt“. Sicher geht er ihr nach und bleibt nach etwa 180 Metern an einem Baumstumpf stehen. Hier hat Michael Back mit dem Anbringen einiger weniger Luchshaare die Spur beendet. Das monatelange Training zeigt Erfolg.

 

| Text und Fotos: Günther D. Klein/Landesjagdverband Rheinland-Pfalz e. V. |

 

Den gesamten Artikel finden Sie in der Ausgabe 01/2016.

  • luchsprojekt_1
  • luchsprojekt_2
  • luchsprojekt_3

Simple Image Gallery Extended