Die Redaktion von HALALI präsentiert Ihnen monatlich einen Auszug interessanter Fernsehberichte zum Thema Jagd, Natur und Lebensart.

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

 

Zeitraum: 01. bis 31. Januar 2019


Dienstag, 1. Januar, rbb Fernsehen, 18.55 Uhr

 

Wilde Berliner

 

Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen tierischen Artenvielfalt aufwarten. Mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank der ausgedehnten Grünflächen und der vielen Gewässer finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Kein Wunder, dass es täglich zu spannenden Begegnungen von Mensch und Wildtier kommt.

Dr. Renate Lorenz (65) lebt für die Berliner Tierwelt. Ob Haustier oder Wildtier - in ihrer Tierarztpraxis in Lichterfelde ist jedes tierische Lebewesen willkommen. Renate Lorenz ist bekannt für ihr großes Herz und ihren professionellen Ehrgeiz, hilfsbedürftige Wildtiere gesund zu pflegen - selbst wenn sie dafür kein Honorar abrechnen kann. Ihre Wildtier-Kinderstube ist vor allem im Sommer bis auf den letzten Platz belegt. Ganz frisch eingetroffen: ein verwundeter Igel und zwei mutterlose Eichhörnchenbabies.

Die Leinenpflicht für Hunde in Berlin bringt viele Hauptstädter auf die Palme und polarisiert die Gemüter. Nathalie Bunke (51) von der Naturwacht im Naturpark Marienfelde ist selbst Hundeliebhaberin. Doch auch die Wildtiere der Stadt liegen ihr am Herzen. Konflikte mit Hundebesitzern gibt es vor allem im Sommer, wenn die Rehe ihre Kitze ablegen. Weil Hundebesitzer ihre Vierbeiner nicht anleinen wollen, finden Nathalie Bunke und ihre Kollegen immer wieder totgebissenen Nachwuchs. Im Dialog mit den Hundebesitzern nimmt die ausgebildete Jägerin kein Blatt vor den Mund. Auch die Wildtiere Berlins brauchen eine Lobby, so ihr Credo.
 

 

Donnerstag, 3. Januar, arte, 17.35 Uhr

 

Elche

Auf dem Weg zu uns

 

Wie viele Elche es genau sind, die in Deutschland durch die Wälder streifen, weiß man nicht; in Frankreich wurden noch keine Elche gesichtet. Viele der Tiere kommen aus Polen. Dort werden sie seit 2001 nicht mehr gejagt, seitdem sind die Bestände auf über 25.000 Tiere gestiegen. Deswegen machen sich die Elche auf den Weg zu uns.

Elche sind oft Einzelgänger. Nach Deutschland kommen oft Jungbullen. Sie suchen ein ungestörtes Plätzchen mit genügend Futter. Nur der offensichtliche Mangel an weiblichen Tieren verhindert bislang, dass sich bereits kleine Bestände auch dauerhaft in Deutschland angesiedelt haben. Aber es scheint sich etwas zu verändern. Inzwischen sind auch weibliche Tiere in Ostdeutschland, in Brandenburg und in Sachsen-Anhalt, gesichtet worden, und in Brandenburg gibt es bereits einige Weibchen, die quasi ständig dort leben.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 03/01 bis 03/04 auf dem Internetportal von ARTE.

 

Donnerstag, 3. Januar, Schweizer Fernsehen SRF 1, 20.05 Uhr

 

Die Schweiz und die Jagd

 

Viele Jahrtausende prägte die Jagd das tägliche Leben unserer eiszeitlichen Vorfahren. Jagen hieß für sie überleben, denn ihre Nahrung bestand hauptsächlich aus Fleisch. Doch welche Rolle spielt die Jagd in der Schweiz heute?

Die Menschen der Steinzeit hatten ein harmonisches Verhältnis zur Natur und waren sich ihrer Abhängigkeit von Tieren bewusst. Sie behandelten deshalb alle anderen Lebewesen in ihrer Umgebung mit großem Respekt. Die erlegten Tiere dienten nicht nur als Nahrung. Ihre Felle wurden zu Kleidung verarbeitet, und Knochen, Geweihe und Hörner bildeten Rohstoffe für Waffen und Werkzeuge. Mit der Entwicklung des Ackerbaus vor etwa 9.500 Jahren änderte sich dies grundlegend: Die Menschen wurden unabhängig vom Wild und somit auch von der Jagd als Lebensgrundlage. Trotzdem wurde durch die Jahrtausende auf vielfältige Weise leidenschaftlich weiter gejagt. Dabei spielten politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte eine große Rolle.

Wofür steht bei uns die Jagd in der heutigen Zeit? Ist sie bloßes Vergnügen oder Notwendigkeit? Ist sie gar zu einem Trendhobby geworden? Was spricht für die Jagd, und wie argumentieren die Kritiker?

Für viele Menschen, die nicht jagen, heißt Jagen schlicht und einfach das Töten von Wild. Doch für die jagende Gemeinschaft ist es keineswegs nur mit dem Abschuss eines Wildtieres getan. Jägerinnen und Jäger unterstreichen, dass sie neben der Nutzung von Wildfleisch auch viele Aufgaben wahrnehmen. Sie schützen und pflegen den Lebensraum vieler Tierarten, verhüten Wildschaden und leisten bei Unfällen mit Wildtieren auf der Strasse Gratiseinsätze. Gemäß Gesetz und Standesregeln sind zudem alle Jagenden dazu verpflichtet, stets den respektvollen Umgang mit dem Tier in den Vordergrund zu stellen. Doch gelingt dies auch, und wie wird es kontrolliert?

In der Schweiz ruft die Jagd immer wieder kritische Stimmen unterschiedlichster Couleur auf den Plan, sei es wegen umstrittener Jagdmethoden wie etwa der Baujagd auf Füchse, wegen zu vieler Fehlschüsse, dem Alkoholkonsum auf der Jagd oder der grundsätzlichen Frage: Braucht es Jäger für die Regulierung der Wildbestände, oder soll diese durch staatliche Wildhüter erfolgen? Oder könnte das Wild gar auf natürlichem Weg durch Wölfe, Luchse und Bären reguliert werden?

Natürlich ist die Jagd nicht zuletzt auch deshalb für viele attraktiv, weil die erlegten Tiere in Form eines würzigen Wildpfeffers oder eines unkonventionellen Gerichts wie einem Murmeltier-Ragout auf dem Teller landen. Tatsache ist: In der Jagdsaison erfreuen sich Wildgerichte großer Beliebtheit - weit über die Jagdkreise hinaus.

Doch was bedeutet die Jagd für die «jagdbaren Tiere»? Wie prägt sie ihr Verhalten gegenüber den Menschen und wie entwickeln sich ihre Populationen? Leiden sie unter der Jagd oder fördern sie gar ihr Überleben?

„NETZ NATUR“ nähert sich aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln diesem vielschichtigen und emotionalen Thema. Die Jagd in der Schweiz ist in den kommenden Wochen Thema einer Webserie mit den unterschiedlichsten Einzelthemen und führt diese am 3. Januar 2019 mit einer 90-minütigen Spezialsendung «Die Schweiz und die Jagd» auf SRF1 zusammen.

 

Freitag, 4. Januar, Phoenix, 21.00 Uhr

 

Eine Welt aus Wäldern

Macht und Pracht des Waldes

 

Vor 20.000 Jahren erstreckte sich in Europa ein Reich aus Eis, und große Wildtierherden kämpften mit dem eisigen Klima. Rentiere gehörten zu den in großer Zahl vorkommenden Arten der letzten Kaltzeit. In riesigen Herden durchstreiften sie den europäischen Kontinent. An den Ufern des Mittelmeeres behaupteten sich winzige Grünflächen. Inmitten der Zeiten des Eises existiert eine andere Welt: die Welt der Wälder. Die Eismasse, die halb Europa bedeckt hatte, wird durch eine erneute Klimaerwärmung dezimiert: Das Eis, das sich im Laufe von 80.000 Jahren angesammelt hat, stürzt in sich zusammen und verschwindet im Meer.

 

Freitag, 4. Januar, Phoenix, 21.45 Uhr

 

Der Wald im Wandel

 

Pont Alexandre III. in Paris am frühen Morgen: Die Natur erobert die Seineufer zurück. In den Wäldern fallen reihenweise Bäume den Steinäxten zum Opfer. Die Wildtiere erleben die Ankunft merkwürdiger Wesen - Rinder, Ziegen, Schafe, Schweine - im Schlepptau der ersten Landwirte, die das Land roden und pflügen, Getreide säen und ihr Vieh weiden lassen. Neue Menschen aus dem Orient eignen sich das Land an und domestizieren die Tiere. Jäger und Sammler verschwinden, an ihre Stelle treten die ersten bäuerlichen Gemeinschaften. Viehzucht und Rodung drängen den Wald zurück, der ländliche Raum entsteht.

 

Sonntag, 6. Januar, rbb Fernsehen, 19.00 Uhr

 

Wilde Berliner

Von molligen Bären und angesagten Bienen

 

Berlin ist nicht nur voller Menschen und Autos, die Hauptstadt kann auch mit einer außergewöhnlich großen tierischen Artenvielfalt aufwarten. Mehr als 50 Säugetier- und rund 180 Vogelarten hat die Hauptstadt zu bieten. Dank der ausgedehnten Grünflächen und der vielen Gewässer finden immer mehr tierische Bewohner den Weg in die Stadt. Kein Wunder, dass es täglich zu spannenden Begegnungen von Mensch und Wildtier kommt.

Waschbären im Wohnzimmer? Die meisten würden sie nicht mal im Garten wollen! Ganz anders Gaby Müller (50), die mit gleich vier Waschbären zusammenlebt. Die Neuköllnerin sieht sich als Vermittlerin zwischen Mensch und Waschbär. Gemeinsam mit Waschbär Molly veranstaltet sie spannende Erlebnistage für Berliner Stadtkinder. Dass Waschbären keine Kuscheltiere sind, scheint aber nicht bei jedem Kind anzukommen.

Kaum einer hat so viel Erfahrung wie Birgit Lüdke (53), wenn es um Eichhörnchen geht. Liebevoll päppelt sie seit Jahren mutterlose oder verletzte Eichhörnchen bei sich zu Hause in Alt-Mariendorf auf. Ihr momentanes Ziehkind: Lillifee, ein äußerst hungriges und erst fünf Wochen altes Hörnchen.

Nathalie Bunke (51) und Terrier Oskar machen weiter den Wald sicher. Vor allem für die heimischen Wildtiere. Konflikte gibt es dabei immer wieder mit Berliner Hundebesitzern, weil die sich nicht an die Leinenpflicht halten. Ob Nathalie Bunke mit guten Argumenten statt Strafzettel auch bei den Uneinsichtigen punkten kann?

 

Montag, 7. Januar, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

natur exclusiv

Die Reise der Schneeeulen - Ein Wintermärchen

 

Die Schneeeule führt ein geheimnisvolles Leben nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren aber tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf – eine ornithologische Sensation. Mit traumhaften Bildern wird im Film eine faszinierende Naturgeschichte erzählt, die sich nur alle paar Jahre oder gar Jahrzehnte in unseren Breiten ereignet.

Der Lebensraum der Schneeeulen liegt nördlich des Polarkreises. In ganz besonderen Jahren jedoch tauchen Schneeeulen sogar in Deutschland auf. Zwischen 2002 und 2014 wurden vereinzelt Schneeeulen in Mitteleuropa gesichtet – eine ornithologische Sensation. Doch was treibt die hervorragend an die arktische Tundra angepassten Schneeeulen plötzlich in unsere Breiten?

Schneeeulen und Lemminge bilden seit Jahrtausenden eine Schicksalsgemeinschaft. Etwa alle vier Jahre vermehren sich die Lemminge massenhaft. Dann gibt es für die Schneeeulen genug Futter für die Jungenaufzucht. Die Eulen legen dann bis zu elf Eier und können erfolgreich ihre Küken großziehen. Doch in den letzten Jahren scheinen in einigen Regionen der Tundra die zyklischen Massenvermehrungen auszubleiben.

Die beste Anpassung an den Winter ist es, rechtzeitig in den Süden zu fliehen, wie es die meisten Zugvögel tun. Ist der nordische Winter zu kalt, der Schnee zu hoch, müssen die Eulen um zu überleben abwandern. Eine abenteuerliche Reise der Schneeeulen beginnt …

Der Film nimmt die Zuschauer mit auf diese ungewöhnliche Reise der Schneeeulen. Zu sehen ist, wie sich Tiere vom Norden bis in den Süden den unwirtlichen klimatischen Bedingungen des Winters anpassen, welche ökologischen Zwänge auf der Tierwelt lasten, und welche fantastischen Strategien es gibt, die lebensbedrohliche Kälte zu überleben.

Die Reise der Schneeeulen wird so zum erlebnisreichen "Wintermärchen" für die ganze Familie.
 

 

Montag, 7. Januar, hr-fernsehen, 11.05 Uhr

 

Herrliches Hessen

Unterwegs im Grüngürtel Frankfurt

 

Claudia Poth ist eine passionierte Jägerin im Frankfurter Stadtwald mit viel Jägerethos und gutem Geschmack, den man in "ihrer" Wildkammer im Stadtwald erwerben kann. 

 

Dienstag, 8. Januar, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Wildes Deutschland - Der Bayerische Wald

 

Nach einer Borkenkäferplage in den 1980-er Jahren ist im Nationalpark Bayerischer Wald ein neuer gesunder Mischwald entstanden.

Als sich in den 1980er-Jahren im Nationalpark Bayerischer Wald der Borkenkäfer außergewöhnlich stark vermehrte und die Nationalparkverwaltung eine Bekämpfung bewusst unterließ, hatte das weitreichende Folgen. Binnen weniger Jahre starben mehrere Tausend Hektar alter, ehemals wirtschaftlich genutzter Fichtenbestände in den Hochlagen ab. Aus dem Werk der Borkenkäfer wuchs ein neuer Wald heran, vielgestaltiger und bunter als es der vorherige Wirtschaftswald je war. Knapp 30 Jahre nach dem Borkenkäferbefall zeigt sich jetzt endlich der Erfolg der Nationalpark-Idee "Natur Natur sein lassen". Genau die Baumarten kehrten ganz von alleine zurück, die seit alters her hier gesund gedeihen können. Der "katastrophenartige" Zusammenbruch der alten Fichten war deshalb nicht das Ende des Bergwaldes, sondern er war ein Anstoß zur Entwicklung in Richtung "Urwald".

Der Film zeigt, wie es im einstigen Wirtschaftswald zur "Katastrophe" kam, und wie daraus heute der "Urwald von morgen" heranwächst, wie perfekt hier Werden, Wachsen und Vergehen ineinandergreifen, und warum der Borkenkäfer nicht zum Totengräber, sondern zum Geburtshelfer wurde. Im Gang der Jahreszeiten gibt die aufwendige Dokumentation einen Einblick, auf welche Art und Weise sich die Veränderung des Lebensraumes auf die Tier- und Pflanzenwelt auswirkt.
 

 

Dienstag, 8. Januar, hr-fernsehen, 21.00 Uhr

 

Erlebnis Hessen: Im Hohen Habichtswald

 

Im Westen Kassels ragt der Habichtswald auf, ein bewaldeter Höhenzug, in den die Stadt hineingewachsen ist. Der Hohe Habichtswald ist der Hausberg der Kasseler und sozusagen ihr Freizeitwald. Für Revierförster Arnd Kauffeld ist der Habichtswald mehr als der Hausberg, den er seit seiner Kindheit kennt und liebt. Er muss dafür sorgen, dass dort auch genügend Geld erwirtschaftet wird mit Holz- und Wildverkauf. 

 

Mittwoch, 9. Januar, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Der Harz - Dunkler Wald und lichte Höhen

 

Wildkatze und Luchs streifen durch die urigen Wälder, Auerhahn und Rothirsch leben im Harz. Das war nicht immer so: Jahrhundertelang wurde das Gebirge durch Bergbau geschunden, entwaldet und leergeschossen. Heute kehrt mithilfe des Menschen die Natur allmählich zurück.

Über 1.000 Meter hoch ragt der Brocken, der höchste Berg des Harzes, aus der flachen norddeutschen Landschaft. Kahl ist sein Gipfel, nebelverhangen und wasserreich seine bewaldeten Hänge. Der Harz ist Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, kühl und feucht das ganze Jahr hindurch. Wildkatze und Luchs, Auerhahn und Rothirsch leben hier.

Ranger lenken die Touristenströme durch neu entstandene Nationalparks und erklären, warum der letzte freilebende Luchs 1818 ausgerottet wurde, und wie man ihn seit 1999 erfolgreich wieder angesiedelt hat. Der Luchs ist zum Symboltier geworden, er zeigt, dass Naturschutz und Tourismus erfolgreich nebeneinander existieren können. Wildnis ist im Harz noch nicht überall – aber sie entsteht an vielen Orten.
 

 

Samstag, 12. Januar, Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr

 

Welt der Tiere

Der Marderhund vom Böhmerwald

 

Marderhunde sind zähe, äußerst genügsame Überlebenskünstler und im Gegensatz zu vielen anderen wilden Säugetieren unserer Breiten können sie bereits mit vier Wochen auf sich selbst aufpassen. Ein Filmteam begleitet einen jungen Marderhund, dessen Familie von Jägern getötet wurde, auf seinem Weg durch unsere Wälder und in die Nähe des Menschen.

Marderhunde sind noch nicht lange in Bayern. 1960 kamen sie in Ostdeutschland an, angereist vor allem aus der Ukraine. Sie waren wegen ihres dichten Fells in Pelztierfarmen gehalten worden. Doch gefangen wurde ihr Fell struppig und war unverkäuflich. Ihr schönes, dichtes Fell wuchs nur in der Freiheit der Wälder. Und so setzten die Farmer sie wieder aus – um sie später in der Wildnis zu erlegen. Aber einige wenige entkamen der Hatz.

Marderhunde stellen keine großen Ansprüche an ihren Lebensraum und sind ausdauernde Wanderer. Natürliche Barrieren wie Flüsse sind für sie kein Problem, selbst ein breiter Strom wie die Elbe konnte sie auf ihren Wanderungen nicht aufhalten. Und so verließen sie ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet und kamen in Deutschland an.

Ein Kamerateam begleitete so einen kleinen Marderhund, dessen Familie von den Jägern ausgelöscht wurde, auf seinem Weg durch unsere Wälder und in die Nähe des Menschen. Entstanden ist eine kleine "Eroberungsgeschichte" eines drollig aussehenden Tieres, amüsant und kritisch zugleich.
 

 

Montag, 14. Januar, arte, 18.35 Uhr

 

Wildes Großbritannien (1/5): Berge

 

Großbritanniens vielfältige Natur bietet zahlreichen außergewöhnlichen Tierarten einen vom Menschen noch weitgehend unberührten Lebensraum. In der fünfteiligen Dokumentationsreihe fangen die Filmemacher Bill Markham und Martha Holmes mit atemberaubenden Aufnahmen die natürliche Schönheit des wilden Großbritanniens ein. Der erste Teil vermittelt einzigartige Einblicke in die Artenvielfalt der Bewohner der Gebirgsketten auf der großen Insel: von den schottischen Highlands hoch oben im Norden bis zum Dartmoor-Nationalpark im äußersten Südwesten des Landes.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 14/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.

Die schottischen Highlands zählen zu den spektakulärsten Naturlandschaften Großbritanniens. Hier überleben nur sehr zähe Tierarten, denn sie müssen in diesen schwer zugänglichen Gebieten widrigen Bedingungen trotzen. Die Reise beginnt in den verschneiten Cairngorms; hier ist der Steinadler beheimatet. Spektakuläre Luftaufnahmen zeigen seine atemberaubende Schnelligkeit, die er bei der Jagd auf einen flinken Schneehasen einsetzen muss.

Der Bergwinter ist rüde, am besten kommen Ren und Schneehuhn mit diesen Bedingungen zurecht, denn ihr besonders dickes Fell oder Gefieder schützt sie vor der klirrenden Kälte. In den niederen Lagen der Highlands leben 400.000 Rothirsche. Es ist Paarungszeit und die Männchen liefern sich erbarmungslose Brunftkämpfe, die für den Verlierer sogar tödlich enden können.

In den weiter südlich gelegenen Grafschaften North Yorkshire und Cumbria prägen die Yorkshire Dales mit ihren Tal- und Hügellandschaften das Bild – ein Paradies für das Schottische Moorschneehuhn. Und die guten Lebensbedingungen für die dunkelbraun-rötlich gefiederten Wesen ziehen auch andere seltene Vogelarten an, wie etwa Kiebitze oder Rotschenkel.

Eine ganz besondere Tierart sorgt weiter im Südwesten für die Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts: das Dartmoor-Pony. Im Dartmoor-Nationalpark frisst das Miniaturpferd Pflanzen, die sich sonst aggressiv verbreiten würden, und schützt somit die Vielfalt der einzigartigen Flora und Fauna.

Das Hochland mit seinem widrigen Klima verlangt den tierischen Bewohnern höchste Anpassungsfähigkeit ab. So zeichnen sich die präsentierten Arten als wahre Überlebenskünstler aus!
 

 

Dienstag, 15. Januar, arte, 18.35 Uhr

 

Wildes Großbritannien (2/5): Wälder

 

Die zweite Folge führt die Zuschauer durch die bezaubernden Wälder des Landes – den Forest of Dean in der Grafschaft Gloucestershire im Westen Englands, den New Forest im Süden und die noch bestehenden Überbleibsel des schottischen Caledonian Forest, einst ein gemäßigter Regenwald im hohen Norden des Landes.

In Großbritanniens Wäldern finden sich nicht nur majestätische, zum Teil jahrtausendealte Bäume, sondern auch viele Tiere: Der Forest of Dean in der Grafschaft Gloucestershire beherbergt beispielsweise eine wachsende Wildschweinpopulation.

Die Zahl der Ringeltauben – furchtlose Vögel, die selbst in ihr Revier eindringende Menschen angreifen – nimmt ebenfalls stetig zu. Aufnahmen aus einem Nest vermitteln einen Eindruck von der Aufzucht der Jungen, und auch die Jagdtechniken der Altvögel werden veranschaulicht.

Außerdem zeigt diese Folge von „Wildes Großbritannien“ den ersten Ausflug von Bärenjungen außerhalb der Höhle, eine Begegnung zwischen zwei Eichhörnchen und das Paarungsritual der europäischen Damhirsche im New Forest.

Schließlich wird die bewundernswerte Organisation eines Ameisenstaates im Caledonian Forest in Schottland ergründet. Die Tierwelt der britischen Wälder hat so manche Überraschung zu bieten!

Die Sendung ist auch online verfügbar von 15/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.
 

 

Mittwoch, 16. Januar, arte, 18.35 Uhr

 

Wildes Großbritannien (3/5): Küsten

 

In der dritten Folge begibt sich ARTE an Orte entlang der britischen Küste – im Osten der Insel nach Norfolk und an den Ästuar „The Wash“, im Westen nach Sefton bei Liverpool und auf die Insel Anglesey vor der walisischen Küste. 

 

Mittwoch, 16. Januar, NDR Fernsehen, 20.15 Uhr

 

Expeditionen ins Tierreich

Wildes Deutschland

Der Teutoburger Wald

 

tv tipps frischlinge

 

Immer hungrig: Zwei Wochen alte Frischlinge suchen nach Bucheckern. Weitere Fotos erhalten Sie auf Anfrage.
Bildrechte: NDR/NDR Naturfilm/Doclights GmbH/blende8media UG
 
 

 

Der Teutoburger Wald erstreckt sich auf 150 Kilometer über Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, von Osnabrück bis Paderborn. Er gilt als einer der schönsten Wälder Deutschlands. Berühmt wurde das deutsche Mittelgebirge durch die Varusschlacht im Jahre 9 n. Chr. Der Cheruskerfürst Hermann besiegte hier das römische Besatzungsheer. Sein Denkmal bei Detmold ist noch heute das bedeutendste Wahrzeichen des Teutoburger Waldes.

Der Wald, den die Römer einst fürchteten, ist heute für seine urwüchsige Natur bekannt. Die dichten, hohen Gehölze auf dem Bergkamm sind Heimat von Wildschweinen und Rothirschen, Siebenschläfern und Erdkröten: wertvoller Wald und einzigartiger Lebensraum.

In feuchten und windstillen Winternächten ist an den imposanten Externsteinen ein seltenes Phänomen zu beobachten: Haareis wächst aus alten Ästen am Boden. Wie durch Zauberhand schieben sich gefrorene Fäden aus dem Totholz. Dünn wie Haare, können sie bis zu 20 Zentimeter in nur einer Nacht wachsen.

In der Wistinghauser Senne leben tierische Waldpfleger. Im Zuge eines Naturschutzgroßprojektes wurden Exmoorponys und Schottische Hochlandrinder angesiedelt, um den Wald in Ordnung zu halten. Dabei erschaffen sie offene Lichtungen, die für andere Tiere, zum Beispiel dem Neuntöter, wichtig sind.

In den alten, oft über 100 Jahre alten Buchen findet der seltene Schwarzspecht genug Platz, um seine Höhle in das Holz zu hämmern. Fast einen Monat dauert der Bau dieser Höhle. Bis zu 17 Mal muss der Specht zuhaken, bis sich ein einziger Span löst. Es werden etwa 10.000 Späne, bis die Höhle fertig ist!

Während der zweijährigen Dreharbeiten gelang es den Tierfilmern Svenja Schieke und Ralph Schieke, die Tierwelt des Teutoburger Waldes intensiv zu dokumentieren. Zeitraffer und Jahreszeiten-Morphings bringen die eindrucksvolle Dynamik des Waldes nahe. Aus der Luft setzen hochwertige Bilder von ferngesteuerten Flugkameras die einzigartige Waldlandschaft in Szene. Die ungewöhnlichen Blickwinkel und einzigartigen Verhaltensaufnahmen schaffen ein Porträt des Teutoburger Waldes wie es so noch nicht gezeigt wurde.

 

Donnerstag, 17. Januar, arte, 18.35 Uhr

 

Wildes Großbritannien: Inseln

 

ARTE lädt den Zuschauer ein, die Eurasischen Eichhörnchen von Brownsea Island kennenzulernen – die vielleicht letzten noch lebenden Exemplare dieser Gattung aus Großbritannien. 

 

Freitag, 18. Januar, arte, 18.35 Uhr

 

Wildes Großbritannien: Landschaften

 

Die letzte Episode der Dokumentationsreihe ist den ländlichen Gefilden des Vereinigten Königreichs gewidmet. ARTE heftet sich zusammen mit dem Zuschauer an die Fersen von Hasen, Füchsen und den bedrohten Zauneidechsen und wirft einen Blick in das Nest einer Steinkauzfamilie.

Die ländlichen Gegenden Großbritanniens sind nationale Heiligtümer. Es scheint, als sei hier die Zeit stehengeblieben. In Wirklichkeit ging in den letzten hundert Jahren aber ein kolossaler Wandel vonstatten. Britische Kulturlandschaften sind das bevorzugte Jagdgebiet eines Vogels, der sich im ganzen Land großer Beliebtheit erfreut: der Schleiereule. Zum Überleben braucht sie täglich eine Beute von etwa vier kleinen Säugetieren. Der Turmfalke ist als potentieller Räuber jedoch häufig mit auf der Pirsch.

Die Sendung ist auch online verfügbar von 18/01 bis 09/02 auf dem Internetportal von ARTE.
 

 

Mittwoch, 23. Januar, 3sat, 17.00 Uhr

 

Schladminger Bergwelten

Von Gipfeln und Gämsen

 

Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen.

Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.
 

 

Freitag, 25. Januar, Animal Planet, 20.15 Uhr

 

Wolf vs. Wilderer

Serienstart

 

Am Mythos Wolf scheiden sich die Geister. Einst von Kelten und Germanen als übernatürliches Wesen verehrt, steht Canis lupus bei Jägern oft auf der Abschussliste. Der schlechte Ruf als Viehdieb eilt den Raubtieren voraus, so dass der Wolf beinahe ausgerottet wurde. Navy-Veteran Matthew Simmons und Psychologin Dr. Lorin Lindner verfolgen beim Schutz der Tiere einen völlig neuen Ansatz. Sie sind überzeugt, dass der Kontakt zu Wölfen auch Menschen heilen kann. Im kalifornischen Los Padres National Forest betreibt das Ehepaar das "Lockwood Animal Rescue Center". Hier bekommen gerettete Problemwölfe und traumatisierte Ex-Soldaten, die sich um die Tiere kümmern, eine zweite Chance im Leben.

Start frei für "Operation Wolfguard"! Das Team des "Lockwood Animal Rescue Center" rückt zu einem dreimonatigen Einsatz aus: In den Wäldern des Bitterroot National Forest in Montana wollen die Tierschützer Jagd auf illegale Wolfsjäger machen. Die groß angelegte Undercover-Mission soll helfen, die majestätischen Raubtiere in ihrem angestammten Lebensraum zu verteidigen. Denn sämtlichen Verboten zum Trotz werden hier immer wieder Fallen aufgestellt oder sogar einzelne Exemplare geschossen. Was dabei oft in Vergessenheit gerät: Der Wolf gehört zum Ökosystem dazu und leistet einen wichtigen Beitrag, natürliche Prozesse im Gleichgewicht zu halten.
 

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.