Die Redaktion von HALALI präsentiert Ihnen monatlich einen Auszug interessanter Fernsehberichte zum Thema Jagd, Natur und Lebensart.

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

 

 

Zeitraum: 01. bis 31. Mai 2018

 

 

Donnerstag, 10. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Die Schorfheide

Adler und Wölfe in Brandenburg

 

Die Schorfheide ist ein idyllisches Wald- und Seengebiet, nur wenige Dutzend Kilometer nordöstlich von Berlin gelegen. Störche, Fischadler, Biber, Adler und Wölfe u.a. sind dort zu Hause.

 

Die Schorfheide – lange hatte das liebliche Wald- und Seengebiet, nur wenige Dutzend Kilometer nordöstlich von Berlin einen Ruf wie Donnerhall: Und das im Wortsinne, denn hier ließen sich Potentaten und Tyrannen, Regierende und selbst ernannte Arbeiterführer kapitales Wild vor die Flinte treiben.

 

Inzwischen ist die Region Naturschutzgebiet. Fisch- und Seeadler, Schwarzstörche, Elbebiber und Fischotter sind dort zu Hause. Im dichten Unterholz ziehen Marderhunde – Einwanderer aus dem Fernen Osten – erfolgreich ihre Jungen auf. Dem Filmteam gelangen hinreißende Studien dieser urtümlichen Wildhunde, die wegen ihrer Räubermaske leicht für Waschbären gehalten werden.

 

Ein Höhepunkt des Films: Die Rohrdommeln, deren akustisches Geheimnis Kamera und Richtmikrofon erstmalig lüften. Sogar der Wolf, Emigrant aus Polen, hinterlässt zuweilen flüchtige Spuren in den Wäldern. In der Schorfheide fände er Wild im Überfluss und genügend Raum für ein ganzes Rudel. Doch noch geraten die einsamen Abwanderer aus Polen auf der Suche nach einem neuen Revier immer wieder früher oder später in die Schusslinie der Jäger. Ob der Wolf irgendwann in friedlicher Nachbarschaft hier eine neue Heimat findet, ist noch ungewiss.

 

Freitag, 11. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Die Südheide - Wälder, Wiesen, weites Land

 

Mit beeindruckenden Verhaltensbeobachtungen von streitenden Birkhähnen, Dachsen in ihrem unterirdischen Bau, kämpfenden Wildschweinfrischlingen oder auch Kranichküken, die im wärmenden Federkleid ihrer Eltern Schutz suchen, setzt Naturfilmer Günter Goldmann die Natur der Südheide in Szene. Flugaufnahmen zeigen die Region aus der Luftperspektive, extreme HD-Zeitlupen von Birkhühnern, Wildschweinen und Rehen gewähren Einblicke in die Welt der tierischen Bewohner im Herzen Niedersachsens.

 

Montag, 21. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

natur exclusiv

Spessart - Natur nach Plan

 

Dramatische Tiergeschichten, beschauliche Naturbeobachtungen und Expeditionsberichte - die Themen von natur exclusiv sind alle Naturerscheinungen: Pflanzen und Tiere genauso wie Landschaften und Ökosysteme sowie die Dynamik unseres Planeten Erde. Umfassende Reihen vermitteln Überblicke und ermöglichen Orientierung.

 

Dienstag, 22. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Das Emsland

Niedersachsens wilder Westen

 

Im Frühling scheint die Natur an Ems und ihrem wichtigsten Nebenfluss Hase zu explodieren. Biber und Europäische Nerze, die seltensten Säuger Deutschlands, leben hier neben winzigen Zwergmäusen und gnomenhaften Steinkäuzen.

 

Dort gibt es Deutschlands seltenste Tiere und die größten Moore Westeuropas – das Emsland ist "Niedersachsens wilder Westen". Der Winter im Emsland ist mild: Scharen von Sing- und Zwergschwänen bevölkern die Ufer der Ems.

 

So bemerkenswert wie die Tierwelt sind auch die Menschen, die in diesem Landstrich mit und von der Natur leben – vom Kornbrenner bis zum alten Gutsherren, der seit Jahrzehnten die vom Aussterben bedrohten Bentheimer Landschafe züchtet. Die Landschafe passen zum Emsland, so bodenständig, genügsam und robust wie sie sind.

 

Das Filmteam hat die Natur des Emslandes im Jahresverlauf eingefangen und gewährt hautnahe Einblicke in das Verhalten und Familienleben der heimischen Tiere: Winzige Fingerkameras zeigen die Kinderstube der Zwergmäuse, per Fernsteuerung gelingen Aufnahmen der Nerze und ihrer Jungen, Unterwasserkameras beobachten sie bei der Jagd auf Fische. Super-Zeitlupen-Aufnahmen von Schmetterlingen und Uferschwalben ermöglichen Bilder, die dem menschlichen Auge normalerweise verborgen bleiben.

 

Mehr als zwei Jahre lang drehten die Naturfilmer Svenja und Ralph Schieke im Emsland – entstanden ist ein außergewöhnliches Naturporträt über Niedersachsens wilden Westen.

 

Dienstag, 22. Mai, WDR Fernsehen, 20.15 Uhr

 

Abenteuer Erde: Auf Leben und Tod

Teil 3. Der Wald

 

Die dritte Folge aus der Serie "Auf Leben und Tod" vom "Planet Erde"-Produzenten Alastair Fothergill dringt in den Wald vor und zeigt das über Jahrtausende perfektionierte Versteckspiel zwischen Jägern und Gejagten. Wälder bedecken ein Drittel aller Kontinente und in ihnen verborgen, leben mehr als die Hälfte aller Tierarten.

 

Hautnah erleben wir Wildtiere, wenn sie sich den Herausforderungen stellen, die das Jagen im Wald mit sich bringen. Eine enge, verwirrende und dreidimensionale Welt, eine Welt in der allein das Finden von Beute extrem schwierig ist. Wenn ein Raubtier endlich Beute entdeckt hat, fangen die Probleme erst an: Ein freies Blickfeld gibt es nicht, genauso wenig wie Raum, um die Beute mit hoher Geschwindigkeit zur Strecke zu bringen. Zudem gibt es zahllose Fluchtwege, um im Dickicht zu verschwinden. Doch der Gewinn in diesem großen Versteckspiels ist für die Jäger jede Mühe wert.

 

Jeder Wald hat seine eigenen Regeln und in jedem gibt es Spieler, die diese perfekt beherrschen, wie etwa der Tiger. Er kennt jeden Winkel seines Reviers und ist ein Meister der Jagd aus dem Hinterhalt. Aber auch in Nordamerika gibt es Spezialisten: Baummarder stöbern Mäuse unter dem Schnee auf, wo sich ein Labyrinth aus Tunneln gebildet hat. Dort beginnt ein Katz- bzw. Marder-und-Maus-Spiel. In den Laubwäldern Europas fliegen wir Seite an Seite mit Sperbern und erleben, wie sie kleinere Vögel aus der Luft fangen. Schließlich dringen wir in den Dschungel der Tropen vor, dem wahrscheinlich schwierigsten aller Reviere. Dort sind wir dabei, wenn springende Spinnen, Koboldmakis, Harpyien und Schimpansen auf die Jagd gehen. Sie alle bewältigen die Schwierigkeiten ihres besonderen Lebensraumes mit bemerkenswerten Strategien. Wdh. der Sendung am Freitag, 25. Mai, um 12.00 Uhr im WDR

 

Freitag, 25. Mai, 3sat, 15.35 Uhr

 

Europa ungezähmt

Die großen Wälder

 

In Teil zwei geht es um die "großen Wälder" Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des eurasischen Luchses.

 

Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel.

 

Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überstehen.

 

Samstag, 26. Mai, 3sat, 10.00 Uhr

 

Schladminger Bergwelten

Von Gipfeln und Gämsen

 

tv tipps gams

 

Gams
Bildrechte: ZDF/ORF/Interspot Film/Franz Hafner
 
 

 

Zwischen dem Dachstein und den Niederen Tauern, am Rande der Skipisten, finden nicht nur Gämsen, sondern auch Auerhähne, Steinadler, prächtige Rothirsche und Luchse ideale Lebensbedingungen.

 

Ab und zu verirrt sich sogar ein Wolf in die unüberschaubaren Bergwälder und finsteren Schluchten dieser Region. In den klaren Gewässern rund um Schladming leben Äschen und Steinkrebse, und die Moore der Niederen Tauern bilden ein Universum für Tiere und Pflanzen.

Dienstag, 29. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Niedersachsens schlaue Füchse

 

Mit "Niedersachsens schlaue Füchse" ist dem Tierfilmer Günter Goldmann ein liebevolles Porträt der Region rund um Osnabrück und seiner Tierwelt gelungen.

 

Das Osnabrücker Land im Südwesten Niedersachsens ist bekannt für den geschichtsträchtigen Teutoburger Wald, jahrhundertealte Fachwerkhäuser und liebevoll restaurierte Wasser- und Windmühlen. Der Landkreis ist aber auch ein wichtiger Naturraum Norddeutschlands mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt.

 

Tierfilmer Günter Goldmann beobachtet eine Fuchsfähe bei der Aufzucht ihres Nachwuchses und zeigt seltene Einblicke in einen Fuchsbau. Er folgt den Welpen im Frühling bei ihren ersten Ausflügen und Spielen außerhalb der Höhle bis hin zu den Raufereien der heranwachsenden Halbstarken im Spätsommer. Auch in der Stadt und auf den Gehöften findet man Tiere. Seit mehreren Jahren bringen Siebenschläfer die Bewohner Osnabrücks um den Schlaf. Zwischen Mai und Juni verrät das nächtliche Tippeln, Scharren und Kratzen auf den Dachböden und Dielen ihre Anwesenheit. Die flinken Tiere sind äußerst gefräßig und deshalb nicht bei allen Bewohnern willkommen. Konrad Brockmann, Deutschlands einziger Siebenschläfer-Jäger, hat sich den unter Naturschutz stehenden "Untermietern" angenommen und lockt sie geschickt in die Falle. Filmaufnahmen geben Einblicke in die Aufzucht des Siebenschläfer-Nachwuchses und zeigen sie bei ihren nächtlichen Streifzügen.

 

Mittwoch, 30. Mai, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Der Solling

Niedersachsens wilder Süden

 

Der Solling ist nach dem Harz das größte geschlossene Waldgebiet Norddeutschlands. Aber auch sanfte Wiesentäler, klare Bäche und urtümliche Moore prägen das Landschaftsbild. Seit dem Jahr 2000 wird das Experiment Hutewald im Solling wieder gewagt. Heckrinder und Exmoorponys ziehen seitdem umher und halten den Wald offen und damit artenreich. Auch Tiere, die in anderen Regionen Deutschlands selten geworden oder ganz verschwunden sind, kann man im Solling noch entdecken. Herden von Mufflons ziehen durch die alten Hutewälder, der scheue Schwarzstorch zieht seinen Nachwuchs im Verborgenen auf und der winzige, tagaktive Sperlingskauz, die kleinste Eule Deutschlands, geht auf die Jagd. Im Film wird ein Kauzpaar bei der Brut bis zum Ausfliegen der Jungvögel gezeigt. Dabei bietet eine Fingerkamera in der Bruthöhle intime Einblicke in das Leben dieser seltenen Eulenart.

 

Donnerstag, 31. Mai, arte, 18.35 Uhr

 

Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens

Online verfügbar von 31/05 bis 30/06

 

Warum haben Rehkitze weiße Flecken, die mit dem Auswachsen verschwinden? Wieso sind Frischlinge gestreift und erwachsene Wildschweine nicht? „Somatolyse“ heißt das Zauberwort – der Begriff aus dem Griechischen bedeutet „Auflösung des Körpers“ und bezeichnet eine besondere Schutzfunktion, die für viele Jungtiere in den ersten Lebenswochen wie eine Tarnkappe wirkt. Die Dokumentation „Kitz & Co. Die Kunst des Verschwindens“ des österreichischen Tierfilmers Kurt Mündl spürt die Meister der Tarnung in ihrem Lebensraum auf und geht diesem Kniff der Natur auf den Grund.

 

Wenn Rehgeißen sich auf Nahrungssuche begeben, lassen sie ihre Jungen häufig im Dickicht der Wälder zurück – zu schwach sind die kleinen Rehe kurz nach der Geburt, um der Mutter zu folgen. Schutzlos und allein in der Natur zurückgeblieben, ist die einzige „Waffe“ der Kitze, sich für ihre Feinde quasi unsichtbar zu machen. Die weißen Flecken auf ihrem Rücken helfen ihnen dabei.

 

Doch nicht nur Rehkitze verfügen über diese spezielle Tarnung, die im Fachjargon als Somatolyse bezeichnet wird. Der Feldhase etwa ist, obwohl er eigentlich nur ein schlichtes, braunes Haarkleid trägt, ein Meister der Tarnung. Die feinen Farbnuancen seines Fells lassen ihn mit seiner Umgebung verschmelzen, sodass Hasenbabys oft nicht einmal aus einem Meter Entfernung zu erkennen sind. Auch das Fell junger Wildschweine ist mit weißen Streifen durchzogen und macht sie zwischen Bäumen und Sträuchern unsichtbar. Wie auch bei den Jungrehen gehen die Tarnmuster im Laufe ihres ersten Lebensjahres verloren. Doch bereits seit Jahrtausenden genügt diese Finesse der Evolution, um das Überleben dieser Arten zu sichern.

 

In der Dokumentation begleitet der österreichische Tierfilmer Kurt Mündl das Heranwachsen eines Rehkitzes und zeigt, welche ausgefeilten Tarnstrategien Kitz und Co. vor ihren natürlichen Feinden schützen sollen. Das Phänomen tritt nicht nur bei Säugetieren auf. Auch Wildvögel bedienen sich einer speziellen Farbmusterung, um in ihrem Lebensraum so wenig wie möglich aufzufallen. Wesentlich bei allen Meistern der Tarnung ist ihre Fähigkeit, völlig unbewegt auszuharren, auch wenn Menschen oder Tiere in ihre Nähe geraten.

 

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.