Die Redaktion von HALALI präsentiert Ihnen monatlich einen Auszug interessanter Fernsehberichte zum Thema Jagd, Natur und Lebensart.

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

 

Zeitraum: 01. bis 30. November 2018


Freitag, 2. November, 3sat, 16.15 Uhr

 

Europa ungezähmt

Die großen Wälder

 

In der Sendung geht es um die "großen Wälder" Europas. In den Karpaten beispielsweise haben sich bis heute unberührte Wälder erhalten. Sie sind Heimat des Eurasischen Luchses.

Die Neuansiedlung europäischer Wisente in den Karpaten war erfolgreich. Die urtümlichen Tiere sind natürliche Landschaftsgärtner: Als Grasfresser sorgen sie für artenreiche Lichtungen, Lebensraum für Blütenpflanzen, Insekten und Vögel.

Ein ganz anderes Landschaftsbild findet sich in der Taiga: In den tiefen, dunklen Nadelwäldern nahe am Polarkreis haben Braunbären, Wölfe und Bartkäuze ganz unterschiedliche Strategien entwickelt, um die langen schneereichen Winter zu überleben.
 

 

Samstag, 3. November, Bayerisches Fernsehen, 9.30 Uhr

 

Welt der Tiere

Wie viel Wolf steckt im Hund?

 

Wie viel Wolf tatsächlich noch im Hunde steckt, ist eine Frage, die Forscher wie Hundeliebhaber gleichermaßen beschäftigt. Erzählt wird mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen.

Eines ist sicher, alle unsere Hunde stammen vom Wolf ab. Doch wie muss man sich diese Entwicklung vorstellen? Vor über 12.000 Jahren sind die ersten Hunde aufgetaucht. Aber diese Hunde waren nur eine Vorstufe von dem Tier, das im Laufe der Zeit zum Haustier wurde. Filmautorin Andrea Rüthlein erzählt mit anschaulichen Bildern, wo die Wurzeln der langjährigen Partnerschaft von Mensch und Hund liegen.

 

Samstag, 3. November, 3sat, 10.10 Uhr

 

Pfeif drauf! Die Alpenmurmeltiere

 

tv tipps pfeif drauf

 

Auf Beobachtungsposten
Bildrechte: ZDF/ORF
 
 

 

In den Höhen des Gebirges finden die Murmeltiere, die für sie geeigneten Lebensbedingungen. Das Ende der letzten Eiszeit hat sie von Asien aus in die Alpen getrieben. Nach Bieber und Stachelschwein ist das Murmeltier das drittgrößte Nagetier in Europa und hat es so zum Bergliebling der Touristen und Einheimischen gebracht. Die Jäger haben ganz eigene Bezeichnungen für die putzigen Nager. Das Männchen ist "der Bär", das Weibchen "die Katz", und die Jungtiere nennen sie "Affen".

Die Dokumentation "Pfeif drauf! Die Alpenmurmeltiere" begleitet Murmeltiere in ihren hochalpinen Revieren über das Jahr durch: von der Aufzucht der Jungtiere bis hin zum Winterschlaf.

 

Donnerstag, 8. November, 3sat, 20.15 Uhr

 

Die neue Lust am Schießen

 

Die Zahl der Schusswaffen in Deutschland steigt, obwohl es hierzulande eines der strengsten Waffengesetze der Welt gibt. Liegt die Faszination fürs Schießen in unserer Natur?

Zwei verlorene Weltkriege und eine starke Friedensbewegung prägten in Deutschland lange die Scheu vor Schusswaffen. Doch mittlerweile beobachten Experten ein Umdenken in der Gesellschaft. LaserTag, Airsoft und Paintball sind beliebte Freizeitvergnügungen.

Die Freizeit mit Schein-Waffen liegt seit mehreren Jahren im Trend. Und immer mehr Menschen erwerben einen Waffenschein. "So viele Jäger wie nie zuvor", verkündet der Deutsche Jagdverband. Schießen fördere die Konzentrationsfähigkeit bei Jugendlichen, behaupten die Schützenvereine. Schusswaffen sind in immer mehr Haushalten zu finden. Welche Beweggründe lassen Menschen zur Waffe greifen? 3sat-Reporter und Kriegsdienstverweigerer Gregor Steinbrenner reist durch Deutschland und die Schweiz, um das Faszinosum Schusswaffe zu erkunden.

Staunend beobachtet Gregor Steinbrenner seinen Sitznachbarn in der Zürcher Tram: Das Gewehr lässig über die Schulter geworfen, ist ein Banker unterwegs zur Arbeit. Am Abend wird er wohl noch zum Schießstand fahren. Was in der Schweiz zum Alltag gehört, würde in Deutschland für Aufregung sorgen: Schusswaffen im öffentlichen Raum sieht man hierzulande selten. Doch auf Schießständen, Airsoft-Spielfeldern und in den Jagdrevieren der Wälder zeigt sich ein anderes Bild: Es wird geballert, was das Zeug hält.

Wer sind die Menschen, die zur Waffe greifen, und was machen Gewehre und Pistolen mit uns? Wie viele Waffen sind überhaupt in Umlauf, und wie gefährlich ist der Griff zur Schusswaffe? Gregor Steinbrenner besucht Wissenschaftler, trifft Waffenbefürworter und Waffengegner und drückt selbst den Abzug.

 

Sonntag, 18. November, hr-fernsehen, 18.30 Uhr

 

Die Försterin vom Seulingswald

 

Im Herbst röhren die Hirsche rund um ihr einsam gelegenes Forsthaus im Seulingswald. Das klingt idyllisch, ist es auch. Trotzdem geht's bei Försterin Iris Beisheim um einen harten Job: In der Männerdomäne des Forstberufs ist die 41-Jährige Chefin über fast 2.000 Hektar Wald. Bäume schlagen, Bäume pflanzen, den Rohstoff Holz nachhaltig produzieren - diesem aufreibenden Geschäft geht sie mit Leidenschaft in ihrem osthessischen Revier nicht weit von Bad Hersfeld nach.

Auch die Jagd gehört zur Arbeit. Es gilt, den Wald vor zu viel Wild zu schützen. Jetzt schaut Iris Beisheim nach den alten, über zehnjährigen Hirschen in ihrem Revier. In den nächsten Wochen haben sich zahlende Jagdgäste angekündigt, die sie begleiten wird und die auf attraktive Trophäen aus sind. Die jüngeren Tiere dagegen muss Iris Beisheim schützen. Der "Hessenreporter" begleitet die Försterin durch eine Herbstwoche.

 

Sonntag, 25. November, 3sat, 13.05 Uhr

 

Geschützte Wildnis - Leben im Nationalpark Donau-Auen

 

Ein Ausflug in die magische Naturlandschaft des Nationalparks Donau-Auen lässt staunen: Sogar einige Seeadler-Paare haben sich dort wieder angesiedelt.

Der Film erzählt die Entwicklung der 9300 Hektar großen Fläche zwischen Wien und Bratislava und zeigt in stimmungsvollen Bildern diese letzte große Fluss-Auen-Landschaft Mitteleuropas.

Dem schon ausgestorben geglaubten Hundsfisch und eleganten Graureiher, unzähligen Bibern, leuchtend gefiederten Eisvögeln und seltenen Europäischen Sumpfschildkröten - zahlreichen Tierarten bietet der Nationalpark Donau-Auen einen Lebensraum.

 

Montag, 26. November, Das Erste (ARD), 22.45 Uhr

 

Die Story im Ersten

Wölfe

Schützen oder schießen?

 

Die Wölfe sind zurückgekehrt und breiten sich in Deutschland aus. Ob in Niedersachsen, Sachsen oder jüngst in Nordrhein-Westfalen, allerorten werden die Raubtiere gesichtet. Derzeit gibt es 60 Rudel sowie 19 Paare, insgesamt etwa 500 bis 600 Tiere – und immer mal wieder Begegnungen zwischen Mensch und Wolf. Schäfer beklagen Verluste, Dorfbewohner fürchten um ihre Kinder, Politiker von CDU, SPD, FDP und AfD schlagen Alarm und fordern inzwischen den Abschuss von Wölfen und eine Obergrenze für ihren Bestand. Alles nur Hysterie? Oder geht von Wölfen tatsächlich eine Bedrohung aus? Stimmt der Eindruck, dass sich Wölfe in Deutschland unkontrolliert ausbreiten und eine Gefahr darstellen?

Monatelang hat Filmautor Herbert Ostwald mit Wolfsforschern, Bürgermeistern, Dorfbewohnern, Tierfilmern und Schäfern gesprochen, um Antworten zu bekommen. Seine Recherchen zeigen ein wesentlich differenzierteres Bild, als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Manches Missverständnis beruht auf der verbreiteten Annahme, Wölfe seien scheu. Tatsächlich sind sie „von Natur aus neugierig, aber auch vorsichtig“, so Tierfilmer Sebastian Koerner, der seit vielen Jahren Wölfen so nahe gekommen ist wie niemand sonst.

Fakt ist: In den 20 Jahren, seit Wölfe in Deutschland wieder heimisch sind, gab es keinen einzigen Angriff auf Menschen, keinen einzigen Verletzten. Der heimgekehrte Räuber ist so gut erforscht wie kaum ein anderes Wildtier: Hunderte Wolfsberater sammeln bundesweit täglich Spuren, die akribisch ausgewertet werden. Dadurch haben Wolfsforscher einen guten Überblick, welche Tiere sich wo niederlassen. Wenn Wölfe trotzdem ein unnormales Verhalten zeigen, können Behörden schon heute dank vorhandener Managementpläne einzelne „Problemwölfe“ erschießen lassen.

Für Nutztierhalter gibt es Subventionen für Elektrozäune und Herdenschutzhunde. Hat der Wolf dennoch ein Schaf gerissen – und ist das beweisbar – gibt es Ausgleichszahlungen. Allerdings müssen viele Schäfer für den Schutz ihrer Tiere einen erheblichen Aufwand betreiben und bleiben auf einem Teil der Folgekosten sitzen. Jagd auf Wölfe halten Forscher trotzdem für Unsinn. Denn die Zahl der Raubtiere reguliere sich allein über ihr Nahrungsangebot und die Reviergröße. In einem Revier pendelt die Größe des Rudels immer zwischen etwa zwei und zehn Tieren, einwandernde Konkurrenten werden vertrieben.

Wölfe sind weder Bestien noch Kuscheltiere. Wir können mit ihnen leben. Gefordert sind dafür sachliche Diskussionen statt hitziger Debatten. Ein Film mit überraschenden Einsichten und einzigartigen, zum Teil noch nie im Fernsehen gezeigten Bildern von wilden Wölfen in Deutschland.

 

Donnerstag, 29. November, 3sat, 13.15 Uhr

 

Unser Wald (1/2)

Frühling und Sommer

 

Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über Schweizer Wälder und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald.

Der Zürcher Michel Brunner spürt besondere Bäume auf und fotografiert sie. Albert Mächler aus St. Moritz ist ein leidenschaftlicher Jäger, aber auch ein renommierter Tierfotograf: Mal pirscht er sich mit Gewehr und Kugel, mal mit Fotoapparat an die Wildtiere heran.

Christof Hagen lernte bei den Indianern Nordamerikas, wie man im Wald überlebt. Mittlerweile nimmt er auch andere Menschen mit und bietet Kurse an. Luigi Frigerio ist Forstarbeiter im Engadin. Für ihn muss ein Wald "schön" sein. Das geht seiner Ansicht nach nur mithilfe des Menschen.

 

Donnerstag, 29. November, 3sat, 14.05 Uhr

 

Unser Wald (2/2)

Herbst und Winter

 

Mit einem alten Doppeldecker besucht der Geigenbauer Kuno Schaub den Grand Risoux im Jura. Es ist sein Lieblingswald und gleichzeitig die Quelle des Holzes, aus dem er Instrumente baut.

Der Fotograf Albert Mächler wartet im Wald manchmal tagelang, bis er ein Tier vor die Linse bekommt. Und Bauer Fridolin Saladin liebt seinen Wald, selbst wenn der ihm mehr Arbeit macht als Geld bringt.

Auch in einem kleinen Dorf im Wallis haben die Bewohner ihren Kastanienwald ins Herz geschlossen - seit er sie vor einer Schlammlawine rettete.

Einst gezähmt und geplündert, bedeckt der Wald heute wieder ein Drittel der Schweiz. Ein Film über die Wälder der Schweiz und über Menschen mit einer besonderen Leidenschaft für den Wald.
 

 

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