Die Redaktion von HALALI präsentiert Ihnen monatlich einen Auszug interessanter Fernsehberichte zum Thema Jagd, Natur und Lebensart.

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.

 

Zeitraum: 01. bis 31. März 2019


 

Freitag, 1. März, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Die Hohe Tatra

Leben am Abgrund

 

Wie eine Insel aus vergangener Zeit ragt das kleinste Hochgebirge der Welt empor - die Hohe Tatra. Mehr als zwei Dutzend Gipfel sind höher als 2.500 Meter. Ein Lebensraum mit besonderen Herausforderungen und besonderen Bewohnern. Denn hier leben seit der Eiszeit Gämsen und Murmeltiere, die sonst nur in den Alpen zu finden sind. Sie bilden hier sogar ihre eigenen Unterarten.

Die Gämsen sind besonders gut an Höhe und Kälte angepasst. Sie bekommen sogar ihre Kitze in den höchsten Höhen. Murmeltiere überbrücken die kalte Jahreszeit im Winterschlaf.
Andere Tierarten sind nach der Eiszeit wieder eingewandert und haben sich den Herausforderungen in der steilen Bergwelt angepasst. Allen voran Rothirsche, Luchse und Bären. Aber auch Frösche und Fische gehören zu den "neuzeitlichen" Einwanderern. Sie haben nur eine kurze Saison, in der sich Eier und Kaulquappen in den eisigen Höhen entwickeln können. Sie halten sich daher an seichten Stellen der Bergseen auf.
Selbst in der warmen Jahreszeit ist kein Verlass auf die Sonne. In der Hohen Tatra kann Schnee zu jeder Jahreszeit fallen, selbst im Sommer. Und ab Oktober hält bereits der Winter wieder Einzug.

Über 900 Drehtage filmten Erik Baláž und sein Team die Tiere der Tatra und erzählen in authentischen Bildern ihre Geschichten vom Leben am Abgrund.

 

Montag, 4. März, tagesschau 24, 22.45 Uhr

 

Die Rückkehr der Wölfe

Schießen oder schützen? - Film von Martin Klein

 

150 Jahre lang war der Wolf ausgerottet. Inzwischen gibt es neue Rudel. Das Raubtier kommt den Menschen näher, auch im Südwesten. Der spektakulärste Vorfall war, dass ein Wolf nachts auf eine Schafweide in Bad Wildbad eindrang und mehr als 40 Tiere tötete. Seitdem kochen die Emotionen hoch. 'Abschießen' fordern die einen, 'schützen' die anderen. Michael Glock aus Lahr hört beiden Gruppen zu.

 

Mittwoch, 6. März, MDR Fernsehen, 20.45 Uhr

 

Wölfe - Schützen oder schießen?

 

Die Wölfe sind zurückgekehrt und breiten sich in Deutschland aus. Ob in Niedersachsen, Sachsen oder jüngst in Nordrhein-Westfalen, allerorten werden die Raubtiere gesichtet. Derzeit gibt es 73 Rudel sowie 29 Paare, insgesamt etwa 800 Tiere - und immer mal wieder Begegnungen zwischen Mensch und Wolf. Schäfer beklagen Verluste, Dorfbewohner fürchten um ihre Kinder, Politiker von CDU, SPD, FDP und AfD schlagen Alarm und fordern inzwischen den Abschuss von Wölfen und eine Obergrenze für ihren Bestand. Alles nur Hysterie? Oder geht von Wölfen tatsächlich eine Bedrohung aus? Stimmt der Eindruck, dass sich Wölfe in Deutschland unkontrolliert ausbreiten und eine Gefahr darstellen?

Monatelang hat Filmautor Herbert Ostwald mit Wolfsforschern, Bürgermeistern, Dorfbewohnern, Tierfilmern und Schäfern gesprochen, um Antworten zu bekommen. Seine Recherchen zeigen ein wesentlich differenzierteres Bild, als es die Schlagzeilen vermuten lassen. Manches Missverständnis beruht auf der verbreiteten Annahme, Wölfe seien scheu. Tatsächlich sind sie "von Natur aus neugierig, aber auch vorsichtig", so Tierfilmer Sebastian Koerner, der seit vielen Jahren Wölfen so nahe gekommen ist wie niemand sonst.

Fakt ist: In den 20 Jahren, seit Wölfe in Deutschland wieder heimisch sind, gab es keinen einzigen Angriff auf Menschen, keinen einzigen Verletzten. Der heimgekehrte Räuber ist so gut erforscht wie kaum ein anderes Wildtier: Hunderte Wolfsberater sammeln bundesweit täglich Spuren, die akribisch ausgewertet werden. Dadurch haben Wolfsforscher einen guten Überblick, welche Tiere sich wo niederlassen.

Wenn Wölfe trotzdem ein unnormales Verhalten zeigen, können Behörden schon heute dank vorhandener Managementpläne einzelne "Problemwölfe" erschießen lassen.
Für Nutztierhalter gibt es Subventionen für Elektrozäune und Herdenschutzhunde. Hat der Wolf dennoch ein Schaf gerissen - und ist das beweisbar - gibt es Ausgleichszahlungen. Allerdings müssen viele Schäfer für den Schutz ihrer Tiere einen erheblichen Aufwand betreiben und bleiben auf einem Teil der Folgekosten sitzen.

Jagd auf Wölfe halten Forscher trotzdem für Unsinn. Denn die Zahl der Raubtiere reguliere sich allein über ihr Nahrungsangebot und die Reviergröße. In einem Revier pendelt die Größe des Rudels immer zwischen etwa zwei und fünfzehn Tieren, einwandernde Konkurrenten werden vertrieben.
Die Zahl der Wölfe bei uns wird weiter zunehmen: Die Tiere sind in der EU streng geschützt. Der Abschuss von Problemwölfen wird erst dann leichter möglich sein als heute, wenn das Überleben der einst ausgerotteten Art gesichert ist.

 

Donnerstag, 7. März, arte, 19.40 Uhr

 

Wolfshunde

Treue Gefährten oder gefährliche Haustiere?

 

Wölfe erobern sich ihre ehemaligen Lebensräume in Europa zurück. Doch das scheint manchen Tierliebhabern nicht zu reichen. Sie möchten sich ein Stück Wildnis direkt ins Haus holen: Wolf-Hund-Mischlinge. Mit den scheuen Ausbruchskünstlern sind viele Halter aber total überfordert, spätestens wenn die Tiere erwachsen sind. Nicht selten landen diese dann in der Auffangstation.

Anna Caroline Hein hat ein Herz für komplizierte Charaktere. Neben ihrem Hundehotel betreibt sie eine Auffangstation für Wolf-Hund-Mischlinge. Fast jede Woche bekommt sie Anfragen, doch ihre Kapazitätsgrenze ist längst erreicht. Denn in Europa gibt es nicht nur den Markt für die zwei anerkannten Wolfhunderassen, sondern auch einen Graumarkt für Wolfshybriden, wie man die Mischlinge auch nennt. Die Tiere mit unterschiedlich hohem genetischen Wolfsanteil werden unter anderem aus den USA eingeführt. Für die Behörden ist dabei nur sehr schwer zu kontrollieren, ob es sich um erlaubte Wolfshunde oder um unter Artenschutz stehende Wildtiere handelt.

Gelangen solche Tiere auch in die Natur? Manche Schafhalter glauben das. Sie vertrauen den Genanalysen des in Deutschland zuständigen Instituts nicht und haben Gen-Proben von gerissenen Tieren von einem privaten forensischen Labor prüfen lassen. Nun gibt es Streit, denn das Labor behauptet, dass Mischlinge einige der Tiere gerissen haben. Wolfshundeliebhaber glauben an eine Hetzkampagne gegen ihre Tiere, Wolfsexperten an den Versuch, gezielt Ängste gegenüber Wölfen zu schüren.

Anna Caroline Hein ist sich unsicher. Sie fragt sich, wohin all die faszinierenden, jungen Mischlinge verschwinden, mit denen sich ihre Halter in den sozialen Netzwerken präsentieren. Nach dem Motto: Je wölfischer der Hund, desto cooler der Besitzer. Die Hundekennerin liebt ihre Schützlinge und versucht sie an geeignete Halter weiterzuvermitteln. Gleichzeitig fordert sie dringend mehr Aufklärung und die kontrollierte Überwachung der Zucht von Tieren mit hohem Wolfanteil.

 

Montag, 11. März, Bayerisches Fernsehen, 21.00 Uhr

 

Bayern erleben

Spessart und Steigerwald

 

Bis zu fünf Kamerateams sammelten über zwei Jahre lang Bilder, die zum Staunen, Lachen und Bewundern verleiten und die Schönheit dieses wertvollen Landstrichs betonen. Highspeed- und andere Spezialkameras bieten einzigartige Einblicke selbst in die Welt kleinster Tiere. Umso größer wirken da Wildschwein, Hirsche und Biber, die mit einmaligem Verhalten überraschen.

 

Dienstag, 12. März, hr-fernsehen, 20.15 Uhr

 

Erlebnis Hessen: Unbekannter Seulingswald

 

Ein früher Herbstabend im Seulingswald. Jungförster Johannes Thomas und der "alte Fuchs" Wilhelm Weber wollen gleich Hirsche beobachten, sich anschleichen, ganz dicht ran. Es ist Brunftzeit des Rotwildes und Hochsaison für die Jagd. "Auf die Pirsch" gehen will gelernt sein, und Wilhelm Weber ist ein Meister auf diesem Gebiet. Johannes Thomas bekommt hier im Seulingswald den letzten Schliff, meist bei Iris Beisheim, der Försterin im Revier Bengendorf. Försterausbildung in einem Wirtschaftswald.

Der Seulingswald ist charakterisiert durch seine Lage an der Grenze zu Thüringen, der früheren Zonengrenze, durch den Bergbau, der hier überall seine Spuren hinterlassen hat, und durch die Autobahn, die das Waldgebiet durchschneidet. Johannes Thomas, der Forsteleve, stammt vom Meißner, er möchte später auch gern im Hessischen arbeiten. Viel Theorie hat er von der Universität mitgebracht, jetzt "lernt er Wald": Bäume markieren, geschlagenes Holz aufmessen, protokollieren und elektronisch weitergeben, Hochsitze kontrollieren, Pläne erstellen für Wirtschaftsmaßnahmen.
Der 10.000 Hektar große Seulingswald ist wohl das unbekannteste der hessischen Waldgebiete. Dabei kam schon Martin Luther hier durch, auf dem Weg nach Worms, mittendrin fand man jüngst eine von überhaupt nur zwei in Hessen dokumentierten Wolfsgruben, in denen früher Wölfe gefangen wurden, hier findet man noch einige der selten erhaltenen Hohlwege, über die früher die Kutschen auf den alten Fernwegen fuhren. Bei den Filmaufnahmen wird überdies in einem alten Bergwerksstollen das Höhlentier des Jahres 2018 entdeckt: der schwarze Schnurfüßer. Ein vielseitiger Forst, dieser Seulingswald, findet auch Jungförster Johannes Thomas.

 

Mittwoch, 13. März, Bayerisches Fernsehen, 10.25 Uhr

 

Wildes Bayern - Im Schatten des Watzmann

 

Filmautor Jan Haft zeigt die faszinierende Natur in Deutschlands einzigem Alpennationalpark durch das Jahr. Zu den tierischen Protagonisten gehören: Steinadler, Gämse, Tannenhäher und Birkhuhn.

 

Mittwoch, 13. März, Phoenix, 19.15 Uhr

 

Mit dem Frühling durch Europa

Von den Alpen zum Polarmeer

 

Was kann mehr verführen, als nach langen grauen Monaten mit dem Frühling einen ganzen Kontinent zu durchqueren? Über 5.000 km erstreckt sich Europa von Süd nach Nord und so verschieden die Landschaften auf diesem Weg sind, so unterschiedlich zeigt sich auch der Frühling.

Es geht in Richtung Norden: die Ostsee, die raue Küste Norwegens, aber auch Tundra und Taiga bieten jede Menge Entdeckungen. Kampfläufer in prächtigen Federkleidern stellen sich zur Schau, aber auch Murmeltiere, Wildschweine, tanzende Kraniche, Rentiere. Papageientaucher und Bären.

In jeder Region präsentiert sich der Frühling anders: mal herb, mal lieblich, aber immer faszinierend. Vier Jahre Drehzeit, zwanzig Drehreisen und 120.000 Kilometer, schönste Frühlingstage, aber auch wochenlanges graues, nasskaltes Wetter mussten die Filmemacher überstehen. Nicht immer war es leicht, die charakteristischen Tiere der einzelnen Regionen mit ihrem Verhalten vor die Kamera zu bekommen, doch die große Tugend der Tierfilmer heißt Geduld - und so sind viele neue Aufnahmen gelungen, immer mit dem Ziel, den Frühling mit seinen vielen Facetten eindrucksvoll festzuhalten.

 

Freitag, 15. März, arte, 18.35 Uhr

 

Familie Wolf - Gefährliche Nachbarn?

 

Wölfe breiten sich in Deutschland und Frankreich immer mehr aus. Gleichzeitig nimmt das uralte Unbehagen vor den Raubtieren zu. Doch wie gefährlich sind sie wirklich? Um dies herauszubekommen, legte sich Tierfilmer Sebastian Koerner zwei Jahre lang auf die Lauer. So entstand die unglaubliche Geschichte einer ganz besonderen Wolfsfamilie an einem ungewöhnlichen Ort.

Das porträtierte Rudel um den Rüden Leo hat sein Revier auf dem Truppenübungsplatz Munster-Nord in Niedersachsen. Einige Tiere aus dieser Familie sorgten für Schlagzeilen. Als sie sich Autos und Spaziergängern ungewöhnlich dicht annäherten, wurden sie zu "Problemwölfen" erklärt. Ihr auffälliges Verhalten endete mit dem ersten staatlich genehmigten Abschuss eines der streng geschützten Tiere in Deutschland. Wer sind diese Wölfe? Woher kamen sie? Warum haben sich einige von ihnen anders verhalten als die meisten ihrer Artgenossen?

Die Dokumentation begibt sich auf eine spannende Spurensuche. Dabei lernt der Zuschauer Wölfe als soziale Familienwesen kennen, die sich neugierig, verspielt und vorsichtig verhalten. Es gelang den Filmemachern, ungewöhnliche Begegnungen sowohl mit Menschen wie mit anderen Wildtieren in ihrer Nachbarschaft zu dokumentieren.

Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt "Familie Wolf - Gefährliche Nachbarn?" eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in unserer Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schief laufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

 

Montag, 18. März, arte, 16.40 Uhr

 

Rehe und Rotwild

 

Die Moderatoren Caroline du Bled und Gunnar Mergner gehen auf Rehjagd in der Region Haute-Marne. Doch sie wollen dem Tier nicht ans Fell, sondern ihm lediglich einen GPS-Sender verpassen. Forscher wollen so mehr über Rehe erfahren. Was, wann und wie lange fressen sie und wo halten sie sich auf?
Förster in Frankreich und Deutschland klagen, dass das Reh- und Rotwild die Bäume zu stark verbeißt. In Deutschland und Frankreich sucht man daher nach Lösungen. Mit einer sogenannten Notzeitfütterung im Winter versuchen deutsche Jäger den Verbiss zu minimieren, in Frankreich hält man von dieser Lösung nichts.

In den südlichen deutschen Bundesländern sperrt man Rotwild in spezielle Gebiete ein, um die restlichen Wälder zu schützen. Doch Rotwildgebiete und Winterfütterungen erscheinen einigen Naturschützern und Forschern kontraproduktiv. Was sind die Alternativen? Die ARTE-Moderatoren hören sich um.

 

Donnerstag, 21. März, arte, 12.15 Uhr

 

Polens Naturerbe in Gefahr

Der Kampf um den letzten Urwald Europas

 

Ein Naturparadies ist bedroht! Der Bialowieza-Nationalpark in Polen ist der letzte europäische Urwald und ein UNESCO-Weltnaturerbe. Seine beeindruckendsten Bewohner sind die 800 Kilogramm schweren Wisente. Daneben gibt es Wölfe, Luchse, Elche und mehr als 120 Vogelarten. Doch seit im März dieses Jahres die nationalkonservative Regierung in Warschau eine Verdreifachung des Holzeinschlags beschlossen hat, ist der Urwald zum Schauplatz eines Kampfes geworden.

Umweltschützer der Organisation "Wildes Polen" versuchen, die Abholzungen zu verhindern. Sie haben herausgefunden, dass es nicht - wie von offizieller Seite behauptet - um die Bekämpfung des Forstschädlings Borkenkäfer geht, sondern um kommerzielle Interessen beim Holzverkauf.

ARTE begleitet den Umweltschützer und Gründer des Vereins Adam Bohdan bei seinem Protest. Die Aktivisten blockieren die Fällarbeiten, ketten sich an Forstmaschinen und demonstrieren für die Erhaltung des Urwalds. Trotz der oft gewaltvollen Reaktionen der Polizisten und Forstwächter, lassen sich Adam Bohdan und seine Mitstreiter nicht von ihrem Protest abbringen.

Mittlerweile droht die UNESCO, den Bialowieza-Nationalpark auf die Rote Liste des gefährdeten Naturerbes zu setzen. Und der Europäische Gerichtshof verfügte ein sofortiges Ende der Abholzungen. Doch die polnische Regierung und die Forstverwaltung geben sich davon unbeeindruckt und roden weiter …

 

Samstag, 23. März, Bayerisches Fernsehen, 10.00 Uhr

 

Welt der Tiere

Herr der Greifvögel

 

Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei Willi Holzer. Gerade im Frühjahr geht es bei dem Falkner rund. Ein Filmteam hat ihn bei seiner Arbeit beobachtet und dabei viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel festgehalten.

Der Falkner Willi Holzer hat sein Leben ganz dem Schutz der Greifvögel verschrieben. Nahezu alle gestrandeten Greifvögel im Großraum München und Freising landen bei ihm. Zuvor werden die Vögel eingehend in der Oberschleißheimer Vogelklinik untersucht und wenn nötig entsprechend behandelt.

Im Frühjahr haben die Greife Nachwuchs. In den Stadtparks ausfliegende junge Waldkäuze sitzen tagsüber manchmal am Boden. Nicht selten werden diese von Passanten gefunden und abgegeben. Willi Holzer versucht, sie wieder zu ihrer Familie zurückzubringen. Oft stürzen in den Städten junge Wanderfalken von Nistkästen, die an hohen Türmen angebracht wurden. Auch diese Bruchpiloten versucht der Falkner wieder auszuwildern. Zuvor müssen sie jedoch in seiner Voliere richtig fliegen lernen und gut fressen.

Willi Holzer ist es auch ein großes Anliegen, die Greifvögle vor den noch immer zahlreichen Nachstellungen zu schützen. Als Grundlage dafür kartiert er jedes Jahr die aktuellen Sperber-, Habichts- und Uhuhorste. Regelmäßig kontrolliert er diese, um gezielte Störungsaktivitäten von Greifvogelgegnern rechtzeitig zu bemerken. Der Falkner sucht auch nach illegalen Fallen oder Gifteiern, die ausgelegt wurden, um Greifvögel zu vergiften.

Markus Schmidbauer hat in seinem Film viele spannende Geschichten aus der Welt der Greifvögel eingefangen.

 

Montag, 25. März, 3sat, 21.00 Uhr

 

NETZ NATUR

Was Dachse heimlich alles treiben

 

Der Dachs ist ein gewichtiger Brocken: bis zu 17 Kilogramm schwer und fast einen Meter lang. Und doch ist er wohl unser heimlichstes Wildtier, denn er wird kaum je gesehen und sein Leben ist den meisten Menschen weitgehend unbekannt.

Von Dachsen ist gut bekannt, was man an einem toten Tier alles erkennen kann, denn sie werden oft auf der Strasse überfahren, wenn sie auf ihren nächtlichen Streifzügen auf Wiesen, Feldern und in den Wäldern unterwegs sind. Auch ihre Baue, die ausgedehnte Tunnel- und Höhlensysteme umfassen können und oft während Generationen von einem Clan bewohnt werden, sind recht gut erforscht und verraten eines: Dachse sind unglaublich grabtüchtig und verbringen mehr Zeit unter dem Boden, als an der Erdoberfläche. Doch gerade bei dem, was Dachse so alles treiben, wenn sie nachts unterwegs sind, wird das Wissen spärlich.

Zwei Schweizer Tierfilmer, Feix Labhardt und Jost Schneider, haben sich in Zusammenarbeit mit NETZ NATUR auf unterschiedliche Weise den Dachsen angenähert: Felix Labhardt hat sich zunutze gemacht, dass im Sommer die Nächte kurz sind – zu kurz für die Dachse, um sich ausreichend zu ernähren. Im letzten Licht der Dämmerung hat er während Jahren einen Dachsclan vor seinem Bau beobachtet und gefilmt. Jost Schneider hingegen nutzte bei einer anderen Dachsfamilie die Technologie von unbemannten Videofallen, die automatisch bei Bewegung auslösen, und hat so viele Szenen aus dem Leben der Dachse heimlich aufgezeichnet.

Das umfangreiche Videomaterial bringt unglaubliche Einzelheiten ans Licht: Dachse sind unglaublich verspielt, aber auch ab und zu griesgrämig. Wie bei allen Lebewesen gibt es unterschiedliche Charaktere – Männer etwa sind fürsorglich und zärtlich, oder sie können grobe Machos sein, die nichts anbrennen lassen. Die Jungen spielen unermüdlich und oft ohne Grenzen: Immer wieder lassen sie laut hören, wenn etwas weh tut. Und Geduld und unbemannte Kameras brachten zutage, wie sehr Dachse mit ihren Nachbarn, den Füchsen, im Konflikt stehen – total überraschende Videoszenen belegen das konfliktgeladene Verhältnis der beiden ungleichen Arten: So lassen die Füchse gerne von den Dachsen bequeme und sichere Höhlen graben – und schmeißen die Schwerarbeiter dann gewalttätig raus. Doch diese wissen sich auf ganz andere Art zu revanchieren…

NETZ NATUR zeigt ein völlig neues Bild der Dachse, der größten Marderart hierzulande und geht auch der bewegten Geschichte dieser Tiere in unserem Land auf den Grund: Von der Beinahe-Ausrottung der Dachse im Kampf gegen die Tollwut in den frühen 1970er-Jahren bis zur heutigen Erholung der Bestände, wirft die Sendung auch einen kritischen Blick auf die Behauptungen, dass Dachse gefährliche Krankheiten übertragen sollen. So entsteht ein erstaunliches Porträt über eine wenig bekannte Tierart in unserem Land, wie man es noch nie gesehen hat.

 

Dienstag, 26. März, arte, 19.40 Uhr

 

Schweine in Gefahr

Wie Europa mit der Seuche umgeht

 

Malgorzata Bruczynska ist Veterinärinspektorin in Piaseczno, einer Kleinstadt südlich von Warschau. Die 47 Jahre alte Polin hat seit drei Monaten viel zu tun. Im November 2017 ist in ihrer Gegend die afrikanische Schweinepest, kurz ASP, ausgebrochen. Nun kämpft sie gemeinsam mit dem polnischen Militär und den Behörden gegen die Ausbreitung der Seuche. Unter anderem muss sie sich darum kümmern, dass die Kadaver ordnungsgemäß entsorgt werden.

Doch das Engagement kommt vier Jahre zu spät, findet der polnische Schweinebauer Adam Zboina, er hat Angst, dass sein Tierbestand gekeult werden muss, denn die Seuche verbreitet sich rasend schnell und ist hoch ansteckend. Anders in Deutschland, hier herrscht schon seit Wochen Alarmbereitschaft, dabei ist die Seuche noch 300 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Der Deutsche Bauernverband fordert vorsorglich einen Abschuss von 70 Prozent der Wildschweine.

Für Angela Dinter vom Fachverband für Nutztiere ein "Schuss ins Blaue" - sie will sich ein eigenes Bild davon machen, wie groß die Gefahr in Deutschland wirklich ist. Was ist Panikmache und welche Maßnahmen sind wirklich sinnvoll, um zu verhindern, dass die Seuche auch nach Deutschland kommt? ARTE begleitet Angela Dinter zur letzten Treibjagd in Schwerin und auf ihrer Reise an die polnische Grenze. Sie fährt zu einem Freilandbauern und zu einem Großmäster, um zu schauen, welche präventiven Maßnahmen bereits umgesetzt wurden.

 

Sonntag, 31. März, Phoenix, 10.30 Uhr

 

Das Grüne Band

Vom Todesstreifen zur Lebenslinie

 

Das ehemalige Grenzgebiet zwischen dem Ostblock und Westeuropa ist heute ein Refugium für seltene Pflanzen und ein friedlicher Rückzugsort für bedrohte Tierarten. Das Grüne Band verbindet Europa, wo der "Eiserne Vorhang" es einst trennte. Naturparadiese voller Leben direkt am ehemaligen Todesstreifen, seltene Tiere und Pflanzen im Schatten von Wachtürmen. Entlang der über 7.000 Kilometer langen Grenze, die Europa vier Jahrzehnte lang trennte, hatten sich von der Polarregion Finnlands über die innerdeutsche Grenze bis nach Mazedonien und ans Schwarze Meer Lebensräume erhalten, die andernorts längst verschwunden waren.

Vierzig Jahre teilte eine unmenschliche Grenze Deutschland. Sie war zugleich Symbol für den ideologischen Graben zwischen Ost und West. Nach der Grenzöffnung im Jahr 1989 entdeckten Biologen und Naturschützer, dass sich im ehemaligen Niemandsland, das jahrzehntelang nur von einigen Grenzsoldaten betreten werden durfte, eine außergewöhnliche Natur entwickelt hatte. Viele der hier lebenden Tiere und Pflanzen standen und stehen bis heute auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer sprach damals sogar von europäischem Tafelsilber. 2007 machte sich Filmautor Heribert Schöller ein Jahr lang auf die Suche nach dem, was vom einstigen Tafelsilber noch übrig ist, und er entdeckte Erstaunliches. Heute werden weite Bereiche des Grünen Bandes geschützt, teilweise in groß angelegten Projekten des Bundesamts für Naturschutz (BfN). Zahlreiche Naturschutzgebiete sind entstanden, mehrere Biosphärenreservate - Rhön, Elbe, Drömling, Schaalsee - und der Nationalpark Harz. Fast 1.400 Kilometer geht die Reise vom Vogtland bis hinauf zur Ostsee. Der Film erzählt von den typischen Landschaften und Lebensräumen entlang des Grünen Bandes. Es ist in höchstem Maße repräsentativ für Deutschland und Mitteleuropa: die Mittelgebirge von Rhön und Harz mit ihren riesigen Waldgebieten, wo wieder Schwarzstorch und Luchs leben, das große Urstromtal der Elbe mit seinen Störchen, Seeadlern und den legendären Elbebibern, und nicht zuletzt die Ostsee mit dem ungewöhnlichen Ruf eines der seltensten Vögel Deutschlands und mit freiem Blick aufs Meer.

 

Sonntag, 31. März, SWR Fernsehen, 11.15 Uhr

 

Familie Wolf - Gefährliche Nachbarn?

 

Sie sind wieder in der Nachbarschaft - Wölfe. Den Menschen sind sie oft nicht geheuer, gelten als gefährlich. Doch ist das wirklich so? Um dies heraus zu finden, wurde eine Wolfsfamilie zwei Jahre lang intensiv beobachtet. Mit Hilfe sensationeller Aufnahmen und einer Vielzahl von versteckten, automatisch filmenden Videofallen gelang erstmalig ein hautnaher Einblick in das Privatleben der Raubtiere. Alle Aufnahmen stammen ausnahmslos aus der freien Natur. Kein Bild für diese Dokumentation wurde in einem Gehege oder mit zahmen Wölfen gedreht.

Vor dem Hintergrund neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und intensiver Recherchen erzählt "Familie Wolf" eine wahre Geschichte voller Leben, Freuden, Dramen und Tod. Sie zeigt, wie gut sich die wilden Wölfe in der Kulturlandschaft zurechtfinden, aber auch, was schieflaufen kann, wenn die Menschen falsch reagieren.

 

Sonntag, 31. März, arte, 13.00 Uhr

 

Das Oder-Delta

Grenzenlose Wildnis an der Ostsee

 

tv tipps wisente

 

In Polen leben rund 200 Wisente frei in der Nähe des Oder-Deltas. Immer wieder wandern einzelne Tiere dieser Rinderart auch bis nach Deutschland.
Bildrechte: NDR Naturfilm/Coraxfilm
 
 

 

Grenzenlose Wildnis liegt nur einen Flügelschlag hinter den weißen Stränden der berühmten Ostseebäder. Die Inseln Usedom und Wollin schieben sich wie ein Riegel vor das Delta der Oder. Hier, zwischen Deutschland und Polen, sind viele seltene Tierarten zu Hause. Das erste Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern siedelt sich hier seit Jahren erfolgreich an. Große Herden von Wildpferden ziehen über weite Grasebenen und einst ausgerottete Wisente streifen durch die Wälder. Etwa 200 Seeadler kommen im heißen Sommer zum Jagen im Anklamer Stadtbruch zusammen. ARTE zeigt dieses einzigartige Naturschauspiel.

Das Oder-Delta ist eine der aufregendsten Naturlandschaften im nördlichen Mitteleuropa. Hinter den weißen Ostseestränden, zwischen Deutschland und Polen, liegt die grenzenlose Wildnis, in der sich die Natur frei entfalten kann. So finden hier die unterschiedlichsten Tierarten ihren Platz wie die wilden Konik-Pferde oder die Seeadler.

Dank des Fischreichtums ist das Oder-Delta zu einem Jagdhotspot der majestätischen Greifvögel geworden. Mehr als 200 Paare nisten kolonieartig in einem überschwemmten Wald beieinander – ein einzigartiger Anblick in Europa.
Am Wasser treffen auch der östliche schwarze und der westliche braune Biber aufeinander, die sogar gemeinsam Familien bilden. Die Dokumentation gibt einmalige Einblicke in die innere Architektur einer Biberburg sowie in die konstante Bautätigkeit der geschickten Nager.

Auch ein Wolfsrudel hat sich im Delta der Oder gut eingelebt – auf einem Truppenübungsplatz. Die Wölfe haben sich diesen Ort fernab menschlicher Zivilisation ausgesucht, um ihre Welpen aufzuziehen. Hier konnte der Filmemacher Christian Hauschild erstmals mit der Kamera einfangen, wie ein neuer Rüde die Jungen des Vorgängers adoptiert.

Doch nicht jeder ist von der Rückkehr des Wolfes begeistert. Ähnlich steht es um die einst ausgerotteten Wisente: Während sie von der polnischen Bevölkerung behütet werden wie ein Schatz, fühlt man sich auf deutscher Seite oftmals von den Tieren bedroht.

 

Kurzfristige Programmänderungen sind möglich.